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Arthur Graevendiek, Geschäftsführer von Amadys Germany (Foto: Amadys)

Unternehmensporträt

„Wir bedienen alle Bereiche des FTTH-Ausbaus“

Der Systemintegrator Amadys stellte sich auf der ANGA COM 2022 als neuer Player für den FTTx-Ausbau im DACH-Markt vor. Im vergangenen Jahr war die Amadys Gruppe durch Übernahmen stark gewachsen. Arthur Graevendiek, Geschäftsführer von Amadys Germany erläutert im Interview mit Cable!vision Europe das Geschäftsmodell seines Unternehmens.

Cable!vision Europe: Seit der Übernahme der tso durch Amadys im Februar 2021 hat Amadys ihre Präsenz in Deutschland und Österreich ausgebaut und Muth, SKG und PRO-Kunststoff akquiriert. Warum diese Vielzahl an Akquisitionen zu diesem Zeitpunkt?
Arthur Graevendiek: Der Ausbau von Fiber to the Home (FTTH) in Deutschland befindet sich noch im Anfangsstadium. Doch der Trend ist klar: Bis 2025 soll es flächendeckend Gigabit in jedem Haushalt geben. Derzeit nimmt die Ausbaugeschwindigkeit deutlich an Fahrt auf. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden und um unsere Kunden bei ihren künftigen Bedürfnissen aktiv zu unterstützen, war klar: Als führender europäischer Komplettanbieter von End-to-End-Konnektivitätslösungen benötigt die Amadys strategische Partner, um ihre Präsenz in der DACH-Region zu stärken. Mit dem Zusammenschluss der Unternehmen tso, Muth, SKG und PRO-Kunststoff als Member of Amadys unter dem Dach der Amadys-Gruppe ist das erfolgreich gelungen und wir können unsere Kompetenzen im FTTH-Breitbandausbau bündeln. Bei der Buy-and-Build-Strategie achten wir darauf, dass jede Akquisition die Kompetenzen und Geschäftsfelder der bereits zur Amadys-Gruppe gehörenden Gesellschaften optimal ergänzt.

Cable!vision Europe: Was sind die Besonderheiten Ihres Geschäftsmodells im Vergleich mit anderen Systemintegratoren?
Arthur Graevendiek: Unser Konzept heißt One-Stop-Shopping. Dieser Ansatz ist in der Branche einzigartig. Netzbetreiber, die Glasfaserbreitbandnetze bauen wollen, erhalten das komplette Produktportfolio – vom vorkonfektionierten PoP-Verteiler bis hin zur Anschlussdose im Haus – aus einer Hand. Hinzu kommt: Als zentraler Ansprechpartner übernehmen wir die gesamte Materiallogistik über den kompletten Projektverlauf. Das reduziert die Zahl der Projektbeteiligten auf ein Minimum und verhindert Komplexität ebenso wie Schnittstellenprobleme, wie sie durch die Koordination mit vielen Lieferanten und Gewerken entstehen würde. Auch Logistikrisiken lassen sich mit dynamischen Prognosemodellen reduzieren bzw. mit IT-basierten Materialprognosen und auf Basis gesammelter Erfahrungswerte und des individuellen Baufortschritts ermitteln. Mit Pufferlager und Just-in-time-Lieferungen direkt an die Baustelle gestalten wir Prozesse und Abläufe so schlank wie möglich und reduzieren die Cashflow-Belastung. Dank eines stabilen Lieferantennetzwerks können wir bei veränderten Bedürfnissen sehr schnell reagieren.

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Lesen Sie den gesamten Artikel hier online oder in der aktuellen Printausgabe 4/2022 von Cable!vision Europe.
 

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