Vodafone vereinheitlicht TV-Frequenzen im Kabelfernsehen
Vodafone will die Leistungsfähigkeit seines Kabel-Glasfasernetzes steigern und nimmt dafür eine technische Umstellung vor, durch die das regional bislang unterschiedlich genutzte Frequenzspektrum bundesweit vereinheitlich wird. Los geht es in der Nacht vom 29.8. auf den 30.8. in Nürnberg. Das heißt: Bis zu 350 TV-Sender und Hörfunk-Programme bekommen eine andere Frequenz. Um das Programmangebot wie gewohnt zu empfangen, ist nach dem Umstellungszeitpunkt ein Sendersuchlauf erforderlich. In vielen Fällen wird dieser automatisch vom TV-Receiver durchgeführt. Nach der Umstellung in Nürnberg erfolgt die Frequenz-Umstellung dann schrittweise in den regionalen TV-Technikstandorten über einen Zeitraum von mehreren Monaten und wird voraussichtlich Mitte 2023 abgeschlossen sein.
Fast reibungsloser Umstellungsprozess
Lars Riedel, Leiter TV & Entertainment bei Vodafone: "Da wir immer nachts umstellen und die meisten TV-Endgeräte automatisch einen Sendersuchlauf durchführen, werden viele unserer Kunden von der Umstellung überhaupt nichts mitbekommen. Durch das einheitliche Frequenzspektrum erhalten wir einen größeren technischen Gestaltungsspielraum und steigern die Leistungsfähigkeit des Netzes.“ Empfangsgeräte von Vodafone, Unitymedia oder Sky sowie moderne Fernsehgeräte finden die Sender nach der Umstellung automatisch. Vodafone empfiehlt seinen Kunden, ihre Empfangsgeräte und den Kabel-Router zum Umstellungszeitpunkt nicht vom Stromnetz zu trennen und am Morgen nach der Umstellung zu prüfen, ob alle Sender wie bisher zu empfangen sind. Dies sollte vor allem bei Vodafone-eigenen Endgeräten der Regelfall sein, da sich die Sendeplätze (LCN-Nummern) nicht verändern. Bei älteren Empfangsgeräten von anderen Anbietern kann jedoch ein Sendersuchlauf notwendig sein. Je nach Gerät kann es erforderlich sein, Favoritenlisten anzupassen und Aufnahmen neu zu programmieren, damit alles wie gewohnt funktioniert.
Digitale Aufschaltung von Radiosendern in NRW, Hessen & BaWü
Vodafone hat bereits 2021 damit begonnen, das Netz für die nun beginnende technische Umstellung vorzubereiten. Dazu gehörte die Einführung eines bundesweit einheitlichen PayTV-Programmangebotes und eine größere Senderumstellung in den Kabelnetzen von Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg. Die abschließende Volldigitalisierung des Radioangebotes im Kabelnetz in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg plant Vodafone für Mitte 2023. Dann werden die analogen Radiosender abgeschaltet. Die vorherige digitale Aufschaltung der Radiosender in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg beginnt bereits mit den Umstellungen ab August 2022. In den übrigen 13 Bundesländern wird das Radioprogramm bereits seit 2018 digital übertragen und ist analog nicht mehr zu empfangen.
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Claudia Boss-Teichmann 30.08.2022


