BREKO, BUGLAS und VATM: Breitbandausbau braucht Wettbewerb
Die Telekommunikationsverbände BREKO, BUGLAS und VATM betonen die zentrale Bedeutung lokal und regional operierender TK-Anbieter für Investitionen und Innovationen heraus und dass eine flächen-deckende Breitbandversorgung in Deutschland nur im Wettbewerb aller Marktteilnehmer gelingen kann.
"Der Breitbandausbau in Deutschland ist gerade deshalb so erfolgreich, weil er in einem dynamischen Investitionswettbewerb stattfindet", verdeutlichte BREKO-Präsident Norbert Westfal. "Wir haben hierzulande eine Vielzahl von Netzbetreibern, die auf die lokal oder regional sehr unterschiedlichen Bedingungen eingehen und Glasfaser-Ausbauprojekte daher mit individuellen und innovativen Lösungen optimal realisieren können. Seit der Liberalisierung der Telekommunikationsmärkte haben die Wettbewerber deutlich mehr als die Hälfte der Investitionen in den deutschen TK-Markt gestemmt und insbesondere auch ländliche Gebiete mit schnellem Internet versorgt", sagte Westfal.
"Natürlich ist die kurzfristige Verbesserung der Breitbandversorgung in Deutschland von herausragender Bedeutung. Bei allen Maßnahmen, die wir heute und in den kommenden Jahren umsetzen, dürfen wir aber nicht aus den Augen verlieren, dass wir uns mit Riesenschritten Richtung Gigabit-Gesellschaft bewegen", mahnte BUGLAS-Vizepräsident Theo Weirich. "Schon sehr bald, aber spätestens bis Ende dieses Jahrzehnts, werden technologische Entwicklungen wie Machine-to-machine-communication, neue Mobilitätsformen oder weiterentwickelte Bewegtbild-Applikationen Bandbreitenanforderungen stellen, die nur mit Glasfasernetzen zu befriedigen sind, die bis mindestens in die Gebäude reichen," sagte der BUGLAS-Vizepräsident.
"Ein langfristig verlässlicher Regulierungsrahmen ist eine unverzichtbare Voraussetzung, um die für den weiteren Breitbandausbau notwendigen Investitionen stimulieren zu können", stellte VATM-Präsident Witt klar. "Dazu gehört neben der weiterhin notwendigen Zugangsregulierung auch der Verzicht auf einen regionaleren Zuschnitt der Märkte. Ein solcher würde die Entgelte für Vorleistungsprodukte wie etwa den Mietpreis für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) unkalkulierbar machen. Regionalisierung bedeutet letztlich regulatorisches Rosinenpicken zugunsten des Ex-Monopolisten und zu Lasten dünn besiedelter Gebiete."
Wolfgang Posewang 09.02.2015

