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(v.l.n.r.:) Breitband Oberösterreich Geschäftsführer Martin Wachutka, Staatssekretär Florian Tursky, Veranstalter Heinz Pabisch (CMG-AE), Veranstalter und OFAA-Präasident Igor Brusic (Foto: Roland Pelzl, cityfoto, k.K.)

FiberDay 2022

"Wholesale-Only muss weiter vorangetrieben werden"

Der 10. FiberDay fand dieses Jahr am 22. Sepember 2022 in Linz statt. Über 380 Teilnehmer waren live und online dabei, als unter dem Motto "Open Networks for a Sustainable Future" über den Breitbandausbau und Glasfaserinfrastrukturen in Österreich diskutiert wurde. Veranstalter des FiberDays waren Open Fiber Austria (OFAA) und die CMG – Computer Measurement Group Austria and Eastern Europe.

Breitbandziele der Regierung 2030

"Ob beruflich oder privat, wir alle brauchen schnelles und stabiles Internet! Daher haben wir uns ein ambitioniertes Ziel gesetzt: nämlich Österreich bis 2030 flächendeckend mit festen und mobilen Gigabitanschlüssen zu versorgen. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es aber auch den Schulterschluss zwischen öffentlichen und privaten Investoren", so das Statement

Fjodor Gütermann, Leiter des Breitbandbüros im BMF, berichtete über den aktuellen Fördercall des Bundes: "Dieser wurde aufgrund der vielfachen Überzeichnung von 450 auf 750 Millionen € aufgestockt. Insgesamt werden somit 1,4 Milliarden € bis 2026 zur Verfügung stehen." Die Fördergewährung durch das BMF ist noch im Herbst 2022 geplant. Insgesamt gab es 90 Bewerber.

Die Zukunft des FTTH-Marktes in Österreich

Der Business Talk zur Zukunft des FTTH-Marktes wurde sehr kontrovers diskutiert. Welches Modell ist das Beste für einen flächendeckenden Ausbau? Marcus Grausam, CEO von A1: "Wir planen einen jährlichen Ausbau von 200.000 Haushalten. Unsere Strategie ist eine hybride Strategie: in dicht besiedelten Gebieten bauen wir Glasfaser, in dünn besiedelten Gebieten verwenden wir Kupfertechnologie. Der Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur bedarf einer längeren Vorlaufzeit. Wichtig ist dabei, dass wir den Kunden nie außer Acht lassen."

Igor Brusic, Präsident der Open Fiber Austria, sieht die öffentliche Hand in der Verantwortung: "Es gibt bis dato keine Infrastruktur, die von privaten Investoren gebaut wurde. Die Glasfaser-Infrastruktur begleitet uns die nächsten Generationen, wir müssen auf qualitativ hochwertig ausgebaute Netze achten, nur so investieren wir in eine nachhaltige Zukunft. Ein Wettbewerb auf Infrastrukturebene ist nicht zielführend. Die öffentliche Hand hat den flächendeckenden Ausbau, der private Investor den wirtschaftlichen Ausbau im Fokus."

Die Abdeckung mit Glasfaseranschlüssen hat Nachholbedarf in Österreich. Der Anteil an versorgungsfähigen Häusern in Österreich liegt bei 23 Prozent, die Quote jener Häuser, die ein Service in Anspruch nehmen, liegt nur bei 3 Prozent.

"Das sogenannte 'Wholesale Only'-Modell, also jenes Modell, bei dem die Infrastrukturbesitzer am Endkundenmarkt nicht tätig sind und mehrere Serviceprovider ihre Dienste den Endkunden anbieten, muss weiterhin vorangetrieben werden, um den vollflächigen Glasfaserausbau zu stärken," ergänzt Heinz Pabisch von der CMG-AE. Demnach gebe es am Glasfasermarkt noch viel zu erledigen, aber die Richtung stimme.

 

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