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OTT

OTT-Anbieter an Netzkosten beteiligen

Führende europäische Telkos sehen vor dem Hintergrund der gehäuft auftretenden Krisen das Erreichen der Konnektivitätsziele, welche die Europäische Union bis 2030 definiert hat, in Gefahr. Nicht nur die Energie- und Stromkosten sind gestiegen, auch die Kosten für Planungs- und Bauleistungen, die Preise für Glasfaser hätten sich im ersten Halbjahr 2022 fast verdoppelt. Die Geschäfsführer der Unternehmen richten daher einen Aufruf an die EU, gesetztliche Grundlagen zu schaffen, um OTT-Anbieter aus Übersee an den Netzkosten der europäischen Unternehmen zu beteiligen.

Europa habe beim Aufbau des Internet bereits viele Chancen verpasst, heißt es weiter. "Es muss jetzt schnell Stärke für das Zeitalter der Metaversen aufbauen." Damit dies möglich ist, sollen nach Ansicht der Unterzeichner die größten Traffic-Erzeuger "einen angemessenen Beitrag zu den beträchtlichen Kosten leisten, die sie derzeit den europäischen Netzen auferlegen."

Unterzeichner des Aufrufs sind die CEOs großer europäischer Telekommunikationskonzerne, unter anderem Timotheus Höttges, Deutsche Telekom, Nick Read, Vodafone, und Christel Heydemann, Orange.

Laut einer Studie vom April 2022, die von Deutscher Telekom, Orange, Vodafone und Telefónica in Auftrag gegeben worden war, entstehen Netzbetreibern in Europa durch OTT-Datenverkehr jährliche Kosten zwischen 15 und 36 Milliarden Euro (Frontier Economics, 2022, Estimating OTT traffic-related costs on European telecom networks).

 

 

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