
Der optische Sperrfilter OBF-V von HUBER+SUHNER BKtel filtert das Video-Overlay-Signal für den TV-Empfang heraus. Es hat lediglich die Größe eines LC-Dämpfungsgliedes. (Foto: HUBER+SUHNER BKtel)
Übertragungstechnik
TV via Glasfaser nicht erwünscht? Einfach blockieren!
Der große Vorteil von Glasfaser-Netzen besteht in ihrer hohen Datenübertragungskapazität. Digitale Dienste wie Internet, Streaming, Telefon und TV können parallel über verschiedene Wellenlängen übertragen werden - ein immenser Vorteil für den Endkunden. Doch Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass es Situationen geben kann, auf die Netzbetreiber und Diensteanbieter reagieren müssen und der TV-Dienst für einzelne Kunden blockiert werden muss, erläutert HUBER+SUHNER BKtel.
Video-Overlay-Signal herausfiltern
Setzen z.B. einzelne FTTH-Endkunden auf eine Alternative für den linearen TV-Empfang, z. B. SAT-Empfang über eine private Satellitenschüssel oder nutzen sie nur Online-Streaming-Dienste, so kann nun mit Hilfe mittels dem von HUBER+SUHNER BKtel entwickelten optischen Sperrfilters OBF-V das Video-Overlay-Signal (1550–1560 nm) für den TV-Empfang einfach herausgefiltert werden. Damit steht am Kundenanschluss nur noch das Datensignal zur Verfügung.

Der optische Sperrfilter filtert das Video-Overlay-Signal (1550-1560 nm) heraus (Grafik: HUBER+Suhner BKtel)
Das Filter-Modul entspricht der Größe eines LC-Dämpfungsgliedes (LC/APC) und kann direkt am Splitter-Port (Verteileranschluss) der Kunden-Zugangsfaser im POP (Point of Presence) eingesetzt werden. Alle anderen Ethernet PTP-, GPON-, XGSPON- und OTDR-Signale werden uneingeschränkt durchgelassen und können in gewohnter Weise genutzt werden.
Der große Vorteil ist laut Hersteller, dass das Wartungs- oder Installationsteam nicht die Wohnung oder das Gebäude des Endkunden betreten muss, sondern das Modul im POP gesteckt werden kann.
Claudia Boss-Teichmann 23.11.2022

