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Plusnet trifft neue Open-Acces-Vereinbarung

Open Access
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Das Telekommunikationsunternehmen Plusnet ist eine Open-Access-Kooperation mit Glasfaser Nordwest eingegangen. Dadurch erhält Plusnet die Möglichkeit, seine Produkte und Services auf dem Netz von Glasfaser Nordwest (GFNW) zu vermarkten. Zunächst sollen Geschäftskunden im Netzgebiet von GFNW ab Ende 2023 die Produkte von Plusnet in den Bereichen Internet-Access, Cloud-Telefonie und Standortvernetzung nutzen können. Perspektivisch soll dies auch für Privatkunden von Plusnet möglich sein, ein Zeitpunkt wurde nicht angegeben. Als Open Access-Partner wird Plusnet Glasfaserprodukte in der gesamten Glasfaser Nordwest-Region anbieten. Das Unternehmen wird dabei BSA-Vorleistungsprodukte (Bitstream Access) von Glasfaser Nordwest beziehen. Auf Basis dieser Vorleistungen produziert Plusnet dann vollwertige Telekommunikationsangebote für Unternehmen sowie Endkunden.

Erst im September 2022 hatte Plusnet eine Vereinbarung mit einem weiteren Joint Venture der deutschen Telekom bekannt gegeben:  mit GlasfaserPlus, einem Joint Venture der Deutschen Telekom mit dem IFM Global Infrastructure Fund (siehe CVE Online vom 22.02.2022).

Glasfaser Nordwest ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Telekom Deutschland und EWE, das im Nordwestens eigenwirtschaftlich FTTH ausbaut. Dabei ist Glasfaser Nordwest für Ausbau und Betrieb des Netzes verantwortlich. Das 2020 gestartete Joint Venture möchte bis 2030 mindestens 1,5 Millionen Haushalte und Unternehmensstandorte mit Glasfaser erreichen. Neben EWE und Telekom wird das Netz von weiteren Telekommunikationsanbietern genutzt.

"Seit 2021 investieren wir bei Plusnet konsequent in den eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau sowie in die bundesweite Vermarktung von Glasfaserprodukten über Open Access. Durch die Kooperation mit Glasfaser Nordwest können wir nun auch Unternehmen und perspektivisch Privatkunden im Nordwesten Deutschlands leistungsstarke Glasfaserprodukte anbieten, die höchste Anforderungen an Verfügbarkeit, Stabilität und Bandbreite erfüllen. Ein weiterer wichtiger Schritt für Plusnet sowie für mehr Anbieterauswahl in den Netzregionen unseres Partners", sagt Ulrich Hoffmann, CEO von Plusnet.

Andreas Mayer, Geschäftsführer von Glasfaser Nordwest, ergänzt: "Unser Ausbau geht mit großen Schritten voran. Allein in diesem Jahr sind über 300.000 Haushalte und Unternehmensstandorte in die Vermarktung gegangen. In Summe haben wir uns das Ziel gesetzt, mindestens 1,5 Millionen FTTH-Anschlüsse zu bauen. Neben dem Ausbau der Infrastruktur ist unser Open-Access-Ansatz von großer Bedeutung. Er gibt Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern eine immer größer werdende Anbieter- und Produktwahl. Mit Plusnet haben wir nun einen weiteren Partner an unserer Seite, mit dem wir diesen Ansatz ausbauen können. Ob Niedersachsen, Bremen oder Nordrhein-Westfalen – von dieser Kooperation profitieren heute schon mehr als 500.000 private Haushalte und Unternehmensstandorte in unserer gesamten Netzregion."

Plusnet Plattform Netbridge

Die Vereinbarung mit Glasfaser Nordwest ist für Plusnet ein weiterer Schritt beim Ausbau seiner eigenen Netzplattform: Über seine "Netbridge" plant das Kölner Telekommunikationsunternehmen, Glasfasernetze unterschiedlicher Anbieter bundesweit zu einem virtuellen Netz zusammenzuführen und via Open Access für alle Marktteilnehmer zu öffnen.

Lesen Sie zu Glasfaser Nordwest auch das Exklusiv-Interview in Cable!vision in der Ausgabe 6/2021.
 

 

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