
Nachdem die Deutsche Telekom in Erfurt zunächst das Kupfernetz hochgerüstet hat, überbaut sie es nun mit Glasfaser (Symbolbild; Foto: Deutsche Telekom)
Breitbandausbau
Deutsche Telekom überbaut in Erfurt den eigenen Vectoring-Ausbau
Nachdem die Deutsche Telekom seit 2014 rund 100.000 Erfurter Haushalte mit Super-Vectoring hochgerüstet hat, wird das Kupfernetz nun überbaut. Wie der Bonner TK-Konzern Ende Januar 2023 bekanntgab, sollen in den nächsten Jahren rund 120.000 Haushalte in Erfurt mit Glasfaser versorgt werden.
Die Feinplanung für den Glasfaserausbau steht zwar noch aus, aber wie der ehemalige Staatskonzern auf Anfrage von Cable!vision Europe erklärte, werden in der thüringischen Landeshauptstadt mehr als 90 Prozent der Super-Vectoring-Haushalte einen FTTH-Anschluss erhalten.
Geförderter und eigenwirtschaftlicher Ausbau
Fördermittel nahm die Telekom für den Vectoring-Ausbau in Erfurt nicht in Anspruch. In den Randgebieten der Landeshauptstadt bauen die Bonner mit Fördergeldern für rund 2.000 Haushalte FTTH-Anschlüsse. Zusätzlich beabsichtigt die Telekom in diesem Jahr mit den Stadtwerken Erfurt das Hanseviertel mit etwa 3.500 Haushalten mit FTTH-Anschlüssen zu versorgen.
Der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau soll im ersten Quartal 2024 in den Stadtteilen Daberstedt und Löbervorstadt beginnen. Hier entsteht dann ein Glasfasernetz für 15.400 Haushalte und Unternehmen. "Interessierte Bürger und Hauseigentümer können sich bereits jetzt registrieren und profitieren bei einem Ausbau von einem kostenfreien Hausanschluss", sagt Susann Biehl, Regionalmanagerin der Telekom. Der Hausanschluss kostet ansonsten 799,95 Euro.
Autor: Marc Hankmann
Claudia Boss-Teichmann 06.02.2023

