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Pegelstandssensor in Kirchzarten. Die Daten werden per LoRaWAN regelmäßig an die Freiwillige Feuerwehr in Kirchzarten übermittelt. (Foto: BadenovaNETZE/Thüga AG)

Smart City

Smart-City-Lösungen im Praxistest

Die Thüga und badenovaNETZE haben positive Ergebnisse ihres gemeinsamen Smart-City-Forschungsprojekts in einem Reallabor bekannt gegeben. Fünf Gemeinden (Breisach am Rhein, Freiburg im Breisgau, Gundelfingen, Kirchzarten, Lahr) beteiligten sich zwei Jahre lang am Reallabor "Smart Region Südbaden" unter der Leitung von Thüga, des größten Stadtwerkeverbunds in Deutschland, und badenovaNETZE, Netzbetreiber mit Sitz in Freiburg.

Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Nutzen für Bürger

Im Mittelpunkt des Projekts standen die technische Machbarkeit, der wirtschaftliche Wert und der Nutzen von Smart-City-Anwendungen für Bürger und die Umwelt. Zu den untersuchten Lösungen gehörten die Fernablesung von Wasser- und Wärmezählern, die Überwachung von Wasserständen und Bodenfeuchtigkeit sowie die Belegung von Parkplätzen. Der Studie zufolge kann die Umsetzung dieser Lösungen die Effizienz steigern, die Kosten senken und die Lebensqualität der Einwohner verbessern.

Eine der erfolgreichsten Anwendungen war demnach die Fernauslesung von Wasser- und Wärmezählern, die zu erheblichen Kosteneinsparungen für die Energieversorger und mehr Komfort für die Verbraucher führten.  "Nach zweijähriger Testphase im Reallabor konnten wir ein marktfähiges und wirtschaftlich interessantes Dienstleistungsmodell entwickeln. Jetzt bieten wir den Kommunen in unserer Region die Fernauslesung von Wasser- und Wärmemengenzählern in unserem Portfolio an - und registrieren großes Interesse," sagt Robin Grey, Geschäftsführer von badenovaNETZE.

Der Einsatz von IoT-Sensoren in Verbindung mit der LoRaWAN-Technologie zur Überwachung von Wasserständen in Echtzeit erhöht die Sicherheit und ermöglicht es den Gemeinden, schneller auf Überschwemmungen zu reagieren. Durch den Einsatz von Ultraschallsensoren zur Messung des Füllstands von Recycling-Glasbehältern und die Übermittlung der Daten an das lokale Abfallmanagementsystem können Kommunen außerdem die Routen der Müllfahrzeuge optimieren und ihre CO2-Emissionen verringern. Den Angaben zufolge können 25 Prozent der Fahrten eingespart werden.

Das Reallabor "Smart Region Südbaden" ...

... entstand über die Thüga-Innovationsplattform mit dem Ziel, ab Frühjahr 2020 für 18 Monate Smart-City-Anwendungen an unterschiedlichen Standorten und Bedingungen in der Praxis zu testen. Sie sind Teil des übergeordneten Projekts "Klimaaktive Kommune". Unter diesem Dach bündelt Thüga Angebote, die auf die Dekarbonisierung des Stadtwerke-Kerngeschäfts Strom und Wärme einzahlen sowie auf angrenzende Geschäftsfelder wie E-Mobilität und Klimawandelresilienz.

 

 

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