
Quantentechnologie
Telekom leitet Aufbau der Hochsicherheitsnetze der EU
Die Deutsche Telekom wurde von der Europäischen Kommission beauftragt, den Aufbau der EU-weiten hochsicheren Kommunikationsinfrastruktur EuroQCI zu leiten und zu koordinieren. Unter dem Projektnamen "PETRUS" übernimmt die Telekom die Rolle des Koordinators zusammen mit den Partnern Airbus DS, Thales SIX und AIT sowie einer Gruppe von Experten aus Wissenschaft und Industrie.
EuroQCI wird Verschlüsselungsmethoden aus der Quantenphysik nutzen und soll ein wichtiger Pfeiler für ein sicheres europäisches Kommunikationsnetz werden. Ziel ist mehr Cybersicherheit und digitale Souveränität für die EU.
Eine wichtige Nutzergruppe von EuroQCI werden Regierungsbehörden sein, die für die Übermittlung vertraulicher Informationen ein besonders hohes Maß an Sicherheit benötigen. Künftig soll die Infrastruktur auch Funktionen für Unternehmen und Bürger bieten, wie digitale Signaturen, Authentifizierung und sichere elektronische Stimmabgabe.
Ausbau zu Quanteninternet
EuroQCI ist eine Säule des Programms der Kommission für Quantentechnologien. Ziel der Kommission ist EuroQCI zu einem Quanteninternet auszubauen, das Quantenprozessoren und -sensoren miteinander verbindet und eine EU-weite verteilte Quantencomputer- und -kommunikationsfähigkeit ermöglicht.
"Als Koordinator des PETRUS-Projektes tragen wir dazu bei, Europa zu einem Vorreiter in der Quantenkommunikation zu machen und die Souveränität und Sicherheit der Kommunikation in der EU zu stärken", sagt Daniela Theisinger, Managing Director Deutsche Telekom Global Business BeLux/France, zuständig für das Geschäft mit den europäischen Institutionen. "Diese Infrastruktur wird den Bürgern, Unternehmen und unseren europäischen Institutionen einen echten Nutzen bringen."
Claudia Boss-Teichmann 15.02.2023

