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(v.l.n.r.) Alejandro Plater/COO A1 Group, Carlos Moreno/Stv. AR Vorsitzender und CFO América Móvil, Edith Hlawati/AR Vorsitzende und Vorständin ÖBAG, Thomas Arnoldner/CEO A1 Group, Siegfried Mayrhofer/CFO A1 Group (Foto: A1)

Mobilfunk

A1 spaltet Funkturmgeschäft ab

In der Aufsichtsratssitzung der A1 Telekom Austria Group vom 20. Februar wurde die Ausgliederung der Funkmasten in eine eigene Gesellschaft unter Beibehaltung der Eigentumsverhältnisse beschlossen, teilte das Unternehmen mit. Bereits am 6. Februar hatte das Unternehmen angekündigt, dass seine beiden Hauptaktionäre AMX und ÖBAG eine Abspaltung der Funktürme in eine eigene Gesellschaft befürworten.

Gegenstand der Transaktion sind rund 12.900 Mobilfunkmasten in Österreich, Bulgarien, Kroatien, Serbien, Slowenien und Nordmazedonien. Im Zuge der Abspaltung sollen die Aktionäre der Telekom Austria AG entsprechend ihrer bisherigen Beteiligung Aktien an der neuen Funkmasten-Gesellschaft erhalten, die wie die Telekom Austria an der Wiener Börse notieren soll.

Thomas Arnoldner, CEO der A1 Group, sagt: "Wir begrüßen diese Entscheidung zur Ausgliederung der passiven Infrastruktur in eine eigene Gesellschaft. Sie bietet strategisch wichtige Perspektiven und eine langfristig stabile Eigentümerstruktur. Der Netzausbau wird dadurch schneller und effizienter, wovon unsere Kund:innen und der Wirtschaftsstandort profitieren werden." Alejandro Plater, COO der A1 Group, ergänzt: "Mit diesem wichtigen Schritt für die Zukunft schaffen wir mehr Transparenz und generieren eine bessere Nutzung der vorhandenen Anlagen. Bei vielen großen nationalen und internationalen Telekommunikationsanbietern in Europa und auch Österreich ist dies bereits gelebte Praxis oder wurde begonnen. Auch wir folgen nun diesem Beispiel."

A1 folgt dem Beispiel anderer europäischer Konzerne

In der Tat sind andere Konzerne diesen Schritt bereits früher gegangen. Der britische Vodafone-Konzern hatte seine Funkmasten in der Tochterfirma Vantage Towers gebündelt und 2021 an die Börse gebracht. Auch die Deutsche Telekom hatte ihre Funktürme schon vor Jahren in der Deutschen Funkturm GmbH gebündelt. Zuletzt hat sie ihre Mobilfunkmasten in den Niederlanden in bare Münze verwandelt: Über 3.000 Mobilfunkmasten und Dachstandorte wurden Anfang 2021 mit denen von Cellnex NL, einer Tochter des spanischen Telekommunikationsdienstleisters Cellnex, verschmolzen. Die Telekom erhielt 250 Millionen Euro aus der Transaktion.

 

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