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Die 5G-Basisstation im Miniaturformat dient als Prototyp für Mobile Private Networks (Foto: Vodafone)

5G Mobilfunk

5G-Mobilfunk-Station im Bonsai-Format

Vodafone wird zwischen dem 27. Februar und dem 2. März während des Mobile World Congress in Barcelona unter anderem den Prototyp eines 5G-Netzes präsentieren, das auf einem kreditkartengroßen Raspberry Pi Computer und einem ebenso kleinen Silizium-Chipsatz basiert. Dieses laut Anbieter branchenweit erste Konzept einer 5G-Basisstation im Miniaturformat soll es kleinen Unternehmen und Haushalten zukünftig ermöglichen, ein erschwingliches und tragbares privates 5G Mobilfunk-Netz aufzubauen. Damit lässt sich dann beispielsweise die 5G-Abdeckung erweitern oder die Kapazität bedarfsgerecht erhöhen. 

Eigene 5G-Netze auch für kleine und mittlere Unternehmen

Insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen in ganz Europa soll die Kombination aus dem leistungsstarken 5G-Netz und dem vielseitigen Raspberry Pi den Zugang zu 5G-basierten mobilen privaten Netzen erleichtern. Ein Mobile Private Network bietet Unternehmen eine Alternative zum öffentlichen Mobilfunk-Netz, indem es ihnen ihr eigenes privates, schnelles, zuverlässiges und besonders sicheres Netz zur Verfügung stellt. MPNs werden aktuell vor allem von großen Unternehmen oder Organisationen genutzt, die eine Vielzahl von Geräten, Maschinen, autonomen Fahrzeugen und Robotern anschließen müssen. Damit aber auch kleinere Unternehmen von den Vorteilen eines MPN profitieren, müssen laut Vodafone die Einstiegskosten gesenkt und die erforderlichen Ressourcen reduziert werden. "Die 5G-Station im Miniaturformat ist zwar bislang nur ein Prototyp, hat aber viel Potenzial, neue Cloud-, KI- und Big-Data-Technologien für viele kleinere Unternehmen zugänglich zu machen. Der nächste Schritt besteht nun darin, den Prototyp zur Marktreife zu entwickeln. Unsere Tür steht interessierten Anbietern offen", sagt Santiago Tenorio, Direktor Network Architecture bei der Vodafone Group. 

5G-Netzwerke in privaten Haushalten

Doch auch private Haushalte könnten von der Lösung profitieren. Vodafone nennt als Beispiel, dass die Mobilfunk-Station im Miniaturformat eine zusätzliche schnelle Breitband-Verbindung bereitstellen könnte, wenn viele Gäste oder Bewohner gleichzeitig online sind. Da das 5G-Netzwerk auf dem Raspberry Pi tragbar und nicht größer als ein heimischer Wi-Fi-Router ist, könnte ein Kunde auch sein eigenes, privates Netzwerk an einem öffentlichen Ort einrichten. Zum Beispiel in einem Café. Oder er erweitert die 5G-Abdeckung, um ein 5G-Signal im Keller zu haben.

Raspberry Pi 4 kombiniert mit einer Software-definierten Funkplatine

Das System, das Vodafone auf dem MWC vorstellt, kombiniert einen Raspberry Pi 4 mit einer kleinen, 5G-kompatiblen Software-definierten Funkplatine (SDR), die von dem britischen Spezialisten Lime Microsystems hergestellt wurde. Diese SDR-Platine kann jede Computer-Plattform in eine kleine 5G-Basisstation verwandeln. Das Design der Karte ist vollständig konform mit den Open Radio Access Network (RAN)-Standards. Entwickelt wurde das Konzept im neuen europäischen Forschungs- und Entwicklungszentrum von Vodafone in Málaga. 
 
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