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Glasfaser-Ausbau durch Magenta Telekom in der Südsteiermark: Die Marktgemeinde Wagna wird als erste Gemeinde österreichweit im Rahmen der Glasfaseroffensive von Magenta seit Oktober 2022 mit Gigabitanschlüssen ausgebaut (Magenta Telekom/Thoams Grantner)

FTTH-Ausbau

Magenta-Joint-Venture startet in Österreich

Magenta Telekom und der französische Investor Meridiam hatten im August vergangenen Jahres die Gründung einer strategischen Partnerschaft für eine Glasfaserausbau-Initiative in Österreich vereinbart, den Angaben zufolge die größte private im Land. Bis 2030 wollen die Unternehmen 1 Milliarde Euro in den Ausbau von mehr als 650.000 neuen Highspeed-Internetanschlüssen für Haushalte und Betriebe (FTTH) investieren. Die EU-Kommission hat jetzt die Freigabe für das Joint Venture erteilt, das unter der Firmierung Alpen Glasfaser GmbH an den Start geht.

Die Alpen Glasfaser übernimmt dabei die Errichtung der Netze, Magenta Telekom vermarktet die Produkte und Services für Endkunden. Zu einem späteren Zeitpunkt würden die Netze auch für andere Partner geöffnet, kündigt Magenta an. Der Beginn des Ausbaus ist für dieses Frühjahr geplant.

Dreiköpfiges Management-Team

Das Management der Alpen Glasfaser besteht aus drei Mitgliedern: Johannes Gungl, ehemaliger Chef der Regulationsbehörde RTR und aktuell Geschäftsführer der RML Infrastruktur GmbH (ebenfalls eine Beteiligung von Meridiam), die bereits im Bezirk Liezen ein Glasfasernetz ausbaut. Robert Jelinek-Nacke, ein international erfahrener Finanzmanager, der unter anderem viele Jahre Funktionen im Finanzbereich der Deutschen Telekom Gruppe innehatte und Oliver Prostak, der neben dieser Funktion auch gleichzeitig Co-CEO der Meridiam Glasfaser in Deutschland ist. Prostak war bis Anfang diesen Jahres Geschäftsführer bei Glasfaser Nordwest gewesen (siehe auch unser Interview mit Oliver Prostak vom 10.12.2021), einem Joint Venture zwischen Deutscher Telekom und der oldenburgischen EWE.

Rodrigo Diehl, CEO Magenta Telekom, sagt: "Wir können nun unser Versprechen für den Standort Österreich einlösen: Wir werden in den nächsten Jahren massiv in den Ausbau unserer Highspeed-Netze investieren und hunderttausende neue Haushalte und Betriebe in vielen Regionen Österreichs ans Gigabit-Netz anschließen."

Magenta versorgt nach eigenen Angaben zum jetzigen Zeitpunkt 1,55 Millionen Haushalte und Betriebe auf Basis eines gigabitfähigen hybriden Glasfaser- und Koaxialkabelnetzes, wovon der Glasfaser-Anteil über 90 Prozent ausmacht. Mit dem Joint Venture mit Meridiam soll bei planmäßigem Ausbau das Magenta Gigabit-Angebot bis 2030 insgesamt 2,5 Millionen (60 Prozent) aller Haushalte und Betriebe erreichen.

Meridiam seit 2005 in Österreich aktiv

Meridiam ist auf die Entwicklung, Finanzierung und das Management öffentlicher Infrastrukturen spezialisiert. Meridiam arbeitete 2005 erstmals mit der staatlichen Autobahnen- und Schnellstraßengesellschaft ASFINAG zusammen, um die Autobahn A5 nördlich von Wien zu finanzieren und zu betreiben. Meridiam hat außerdem erklärt, mehr als 150 Millionen Euro zu investieren, um bis zu 60.000 Haushalte im steirischen Bezirk Liezen im Rahmen eines 50-Jahres-Vertrags mit der dortigen Gemeinde ans Glasfaserinternet anzuschließen.

Lesen Sie dazu auch: Magenta Telekom und Meridiam gründen "größte private Glasfaserpartnerschaft Österreichs" (24.08.2022)

 

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