
M-net Jahresempfang 2023 (v.l.): Nelson Killius, Sprecher der Geschäftsführung von M-net, Michael Theurer MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr, Joachim Astel, Founder und Vorstand der noris network AG, Markus Niedermeier, Bereichsleiter Service & Betrieb bei M-net (Foto: M-net/Alexandra Beier)
Glasfaserausbau
M-net schlägt Überbau-Moratorium vor
Das bayerische Telekommunikationsunternehmen M-net hat eine Bilanz des Geschäftsjahres 2022 gezogen. Das Glasfaser-Potenzial der per FTTC, FTTB oder FTTH angeschlossenen Haushalte sei im vergangenen Geschäftsjahr auf 860.000 gestiegen, wobei das Unternehmen auch verstärkt außerhalb der eigenen Gesellschafterstädte für die Erschließung des ländlichen Raums aktiv gewesen sei, hieß es anlässlich des Jahresempfangs in der Münchner Unternehmenszentrale.
Insgesamt habe M-net neue Glasfaserausbauvorhaben in mehr als 30 bayerischen Kommunen gestartet. Per Open Access stelle M-net sein Netz auch weiteren Anbietern im Markt zur Versorgung ihrer Kunden zu Verfügung, gleichzeitig frage man auch selbst aktive Vorleistungen zur Steigerung der eigenen Reichweite nach. Dazu wurden im vergangenen Geschäftsjahr Open Access Kooperationen mit Anbietern wie Deutsche Glasfaser, 1&1 sowie der Deutschen Telekom vereinbart oder weiter umgesetzt.
Für freiwilliges Überbau-Moratorium
Nelson Killius, Sprecher der Geschäftsführung von M-net, schlug auf der Veranstaltung ein freiwilliges Überbau-Moratorium vor: "Wir sollten uns als Branche selbst verpflichten, keine bestehenden Glasfaser-Infrastrukturen mit parallelen Netzen zu überbauen. Anders ist das Ziel, bis 2030 jeden Haushalt in Deutschland per Glasfaser zu erschließen, angesichts der knappen Tiefbau-Ressourcen nicht zu erreichen. Open Access ist das Gebot der Stunde."
Dieser Sichtweise schloss sich auch Michael Theurer an, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr: "Die intensive Debatte um die Problematik des parallelen Ausbaus von Glasfasernetzen beobachten wir sehr genau. Eine freiwillige Branchenlösung, wie sie M-net vorschlägt, begrüßen wir sehr."
Claudia Boss-Teichmann 22.03.2023

