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ProSiebenSat.1 verzeichnet 2022 Umsatzrückgang


Ein deutlicher Rückgang im Konzernumsatz und ein verhaltener Ausblick auf das weitere Geschäft im Jahr 2023 - die ProSiebenSat.1 Groupe hat ihren Geschäftsbericht vorgestellt. Der Konzernumsatz betrug 4.163 Mio. Euro. Dies ist ein Rückgang um 7 Prozent (Vorjahr: 4.495 Mio. Euro). Organisch, bereinigt um Währungseffekte und Portfolioveränderungen, lag der Konzernumsatz um 5 Prozent unter Vorjahr.

ProSiebenSat.1 erklärt den Umsatzrückgang in erster Linie durch das makroökonomische Umfeld, das als Folge des Russland-/Ukraine-Krieges und der damit einhergehenden Energiepreiskrise von einer hohen Inflation und Konsumzurückhaltung geprägt gewesen sei. Vor allem der Werbemarkt habe sehr deutlich reagiert, die Werbeerlöse in der DACH-Region reduzierten sich im Gesamtjahr um 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

Weiter rückläufige Werbeerlöse erwartet

Für 2023 strebt ProSiebenSat.1 einen währungs- und portfoliobereinigten Umsatzanstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich an: Erwartet wird ein Konzernumsatz von rund 4,10 Mrd. Euro. Der entsprechende Vorjahreswert lag bei 4,02 Mrd. Euro.

Das Umsatzziel wird besonders von der Entwicklung der Entertainment-Werbeerlöse in der DACH-Region geprägt: Der Konzern erwartet im Gesamtjahr einen Rückgang der gesamten Entertainment-Werbeerlöse in der DACH-Region um rund minus 2 Prozent. Für die darin enthaltenen TV-Werbeerlöse rechnet ProSiebenSat.1 im Gesamtjahr mit einem Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich. Dieser solle teilweise durch ein starkes Wachstum des Digital-Portfolios kompensiert werden.

Bert Habets, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media SE: "Die Wirtschafts-Forschungsinstitute erwarten, dass sich die Konjunktur in Deutschland erst in der zweiten Jahreshälfte spürbar erholt. Das beeinflusst unser Werbegeschäft weiterhin direkt: Im ersten Quartal wird unser adjusted EBITDA aufgrund des schwierigen Marktumfelds im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag liegen. Gleichzeitig erwarten wir als frühzyklisches Unternehmen parallel zum prognostizierten konjunkturellen Aufschwung eine deutliche Erholung des wichtigen Werbegeschäfts in der zweiten Jahreshälfte. Diese Annahmen haben wir in unserer Gesamtjahresprognose reflektiert. Gleichzeitig arbeiten wir daran, uns kostenseitig effizienter aufzustellen. Auch unsere angepasste Dividendenpolitik und der Dividendenvorschlag für 2022 sind der konsequente Schritt."

 

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