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Die Vorstandsvorsitzende des Vodafone-Konzerns Margherita Della Vallekündigt Jobbau und Umstrukturierung als Reaktion auf sinkende Einnahmen an (Foto: Vodafone)

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Vodafone streicht weltweit 11.000 Stellen

Die britische Vodafone Group hat die Konzernergebnisse für das Geschäftsjahr, das am 31. März 2023 endete, bekannt gegeben. Der Konzernumsatz stieg leicht an, das operative Ergebnis sank um 1,3 Prozent. Margherita Della Valle, Group Chief Executive, kommentierte: "Unsere Leistung war nicht gut genug. Um konsistent zu liefern, muss sich Vodafone ändern. Meine Prioritäten sind Kunden, Einfachheit und Wachstum. Wir werden unsere Organisation vereinfachen und die Komplexität abbauen, um die Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen."

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 stieg der Konzernumsatz den Angaben zufolge um 0,3 Prozent auf 45,7 Milliarden Euro. Angetrieben worden sei er durch Wachstum in Afrika und höhere Geräteverkäufe, geschwächt durch niedrigere europäische Service-Umsätze und ungünstige Wechselkursveränderungen. Das operative Ergebnis (bereinigtes EBITDAaL) ist um 1,3 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro gesunken. Als Gründe nennt Vodafone höhere Energiekosten und unterdurchschnittliche Leistung in Deutschland.

Schwaches Geschäft in Deutschland

In Deutschland verringerte sich dem Bericht zufolge der Gesamtumsatz um 0,1 Prozent auf 13,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis sank um 6,1 Prozent. Vodafone Deutschland veröffentlicht zu den Finanzergebnissen schon seit einigen Quartalen keine eigene Mitteilung mehr.

Die Zahl der Kabel-Breitbandkunden sank in Deutschland um 119.000 und die der DSL-Breitbandkunden 87.000. "Wie erwartet, wurde unsere kommerzielle Leistung im vierten Quartal durch die Entscheidung, die Endkundenpreise zu erhöhen, beeinträchtigt", führt die Vodafone Group dazu aus.

Die Umsatzerlöse aus Mobilfunkdiensten sanken um 1,2 Prozent.

TV-Geschäft unter Druck

Der TV-Kundenstamm in Deutschland ging um 412.000 zurück, der konvergente Kundenstamm verringerte sich um 52.000 auf 2,3 Millionen konvergierte Verbraucherkonten, heißt es in dem Bericht. Diese Rückgänge würden in erster Linie die vermehrte Abschaltung von Breitband-Bündelkunden Kunden sowie geringere Cross-Selling-Möglichkeiten spiegeln, so die Vodafone Group.

Zum bevorstehenden Wegfall des Sammelinkassos ab Juli 2024 erklärt das Unternehmen: "Wir arbeiten aktiv mit unseren Partnern in den Wohnungsbaugesellschaften zusammen, um diesen Übergang zu bewältigen, und den Abschluss von Einzelverträgen für unsere Kunden." Vodafone hat 8,5 Millionen TV-Kunden in Mehrfamilienhäusern, die 800 Millionen Euro an Basis-TV-Umsätzen generieren.

Aktionsplan vorgestellt

Della Valle hat daher einen Aktionsplan für Vodafone vorgestellt, um die Leistungen zu verbessern. Als Beispiele für Maßnahmen nannte sie:

  • Bedeutende Investitionen werden im nächsten Geschäftsjahr in Richtung Kundenerlebnis und Marke umverteilt
  • Geplant ist ein Abbau von 11.000 Stellen über einen Zeitraum von drei Jahren, sowohl in der Zentrale als auch in den lokalen Märkten
  • Turnaround-Plan für Deutschland, weitere Preismaßnahmen und strategische Überprüfung in Spanien

Ein Vodafone-Sprecher teilte auf Anfrage von Cable!vision Europe mit, dass der im März bekannt gegebene Abbau von 1.300 Stellen in Deutschland (siehe dazu unsere Meldung vom 30.03.2023) in den am 16. Mai 2023 kommunizierten 11.000 Stellen der Group bereits enthalten sei.

Der Geschäftsbericht ist auf der Website der Vodafone Group abrufbar.

 

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