
Ein Positionspapier der Deutschen Telekom und des Spitzenverbands der Wohungswirtschaft GdW stellt ein Szenario für die Zusammenarbeit beim FTTH-Ausbau vor (Foto: Deutsche Telekom)
FTTH-Ausbau
Telekom und GdW wollen beim FTTH-Ausbau kooperieren
Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW und die Deutsche Telekom haben sich auf gemeinsame Positionen zum Glasfaserausbau verständigt. Ziel sei, Millionen von Mietern schneller zu einem Glasfaseranschluss zu verhelfen. Das gemeinsame Papier soll der Ausgangspunkt für weitere gemeinsame Aktivitäten und die Zusammenarbeit zukünftig vertiefen, heißt es in der Mitteilung. Nach eigenen Angaben stellen die Mitgliedsunternehmen des GdW rund 30 Prozent der Mietwohnungen in Deutschland.
Kostenloser Ausbau und Betrieb für GdW-Mitgliedsunternehmen
In einem Positionspapier haben die Deutsche Telekom und der GdW Musterszenarien für Wohnungsunternehmen aufgestellt. Die Telekom bietet demzufolge den Mitgliedsunternehmen in ihren Ausbaugebieten den vollständigen Ausbau und Betrieb von FTTH-Netzen kostenlos an. Darüber hinaus würden die Wohnungsunternehmen früher und mit mehr Spielraum für individuelle Anpassungen in den Glasfaseranschluss ihrer Häuser und Wohnungen eingebunden. Verträge und Planungsunterlagen würden vereinfacht, die Kommunikation besser koordiniert. Auch die Vielfalt der Wohnungsunternehmen soll besser berücksichtigt werden, wie Telekom und GdW in der gemeinsamen Mitteilung ankündigten.
"Der Glasfaserausbau in Deutschland kann nur gelingen, wenn die Netzbetreiber die Vielfalt und die individuellen Anforderungen der Wohnungswirtschaft verstehen und ihre Verträge, Technik und Kommunikation entsprechend ausrichten. Insofern sind dieses Positionspapier und die von GdW und Telekom gemeinsam entwickelten Musterverträge ein Erfolg für die Wohnungswirtschaft und ihre Mieter, aber auch für die Innovationsfähigkeit des Standorts Deutschland", sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko.
Srini Gopalan, Telekom-Vorstand für Deutschland und Geschäftsführer der Telekom Deutschland, ergänzte: "Mit dieser Vereinbarung sehen wir uns als bevorzugter Partner der Wohnungswirtschaft, um Glasfaser zum Standard für die digitale Versorgung zu machen. GdW und Telekom wollen den Verbrauchern Anbietervielfalt bieten - wir bekennen uns seit langem zum Open Access, dem Prinzip des offenen Netzzugangs für andere Unternehmen."
Claudia Boss-Teichmann 22.05.2023

