ANZEIGE

Wie die Glasfaser mit sogenannten alternativen Verlegemethoden wie Trenching-, Fräs- und Pflugverfahren in die Erde gebracht werden soll, regelt ab Ende Juli eine neue DIN-Norm (Symbolbild Baustelle; Foto: Shutterstock)

Normen und Leitlinien

Trenching jetzt mit DIN-Norm geregelt

Am 28. Juli tritt die DIN-Norm 18220 zu alternativen Verlegemethoden beim Glasfaserausbau in Kraft. Sie beschreibt die Verfahren für Schlitze und Leitungsgräben in unterschiedlicher Tiefe, für das Legen der Glasfasermedien und die Wiederherstellung der Straße.

In der DIN 18220 haben laut Deutschem Institut für Normung über 30 Experten aus der Bauindustrie, Telekommunikationswirtschaft, Wissenschaft und öffentlichen Verwaltung erstmals detaillierte Vorgaben und einheitliche Qualitätsanforderungen für moderne Bauverfahren zur Errichtung von Glasfasernetzen definiert. Als anerkannte Regel der Technik gemäß § 126 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) ist sie ab Zeitpunkt der Veröffentlichung von allen Beteiligten einheitlich anzuwenden.

"DIN 18220 trägt in Verbindung mit anderen Normen und Standards dazu bei, den Glasfaserausbau möglichst schnell und kostengünstig voranzutreiben, ohne auf qualitativ hochwertige und nachhaltige Bauweisen zu verzichten". erläutert Volker Braun, Vorsitzender des DIN-Arbeitsausschusses "Trenching-, Fräs- und Pflugverfahren zur Legung von Leerrohrinfrastrukturen und Glasfaserkabeln für Telekommunikationsnetze". "Die Norm legt klare Einsatz- und Ausführungsbedingungen für die alternativen Legemethoden fest und definiert einzuhaltende Mindestabstände. Dies vereinfacht die praktische Anwendung und trägt zu einer sicheren und schonenden Ausführung bei, so Braun weiter.

"FTTH-Ausbau beschleunigen und effizienter gestalten"

Die ANGA - der Breitbandverband, begrüßt die neue Norm. Geschäftsführerin Dr. Andrea Huber sagt: "Die neue DIN-Norm für alternative Verlegetechniken ist ein wichtiger Schritt für den Glasfaserausbau in Deutschland. Der verstärkte Einsatz dieser Trenching-, Fräs- und Pflugverfahren wird den FTTH-Ausbau beschleunigen und effizienter gestalten. Das zahlt auf das Erreichen der Gigabitziele der Bundesregierung ein."

Erlaubt sind die minimalinvasiven Methoden seit mehr als zehn Jahren. Die Norm werde auch dazu beitragen, deren Akzeptanz in den Kommunen zu steigern, so Huber. Ein weiterer Vorteil laut ANGA: Die Glasfaserverlegung mit diesen Methoden gehe bis zu fünf Mal schneller als beim herkömmlichen Tiefbau. Dies bedeute weniger Belastung für Umwelt und Anwohner u. a. durch reduzierten Feinstaub und Lärm.

Die Norm "DIN 18220:2023-08. Trenching-, Fräs- und Pflugverfahren zur Legung von Leerrohrinfrastrukturen und Glasfaserkabeln für Telekommunikationsnetze" ist auf der Website der Beuth Verlags ab dem 28. Juli 2023 erhältlich bzw. bereits jetzt vorbestellbar.

 

Weitere Webseiten