
Vertragsunterzeichnung v.l.n.r.: Stefan Krantz Projektleiter Deutsche Telekom, Abdurazak Mudesir Technikchef der Telekom Deutschland, Tanja Schweiger Landrätin Regensburg, Josef Bauer Aufsichtsrats-Vorsitzender LNI, Albert Füracker Bayerischer Staatsminister der Finanzen und für Heimat, René Meyer Geschäftsführer LNI, Jürgen Lück Konzernbevollmächtigter Region Süd Deutsche Telekom (Foto: Deutsche Telekom)
Geförderter Glasfaserausbau
Telekom übernimmt Netzbetrieb in der Oberpfalz
Die Deutsche Telekom wird den Betrieb des Glasfasernetzes der LNI (Laber-Naab Infrastrukturgesellschaft GmbH) in der Oberpfalz übernehmen. Die LNI errichtet im Auftrag von 47 Kommunen in den Landkreisen Regensburg und Neumarkt ein Glasfasernetz, an das 50.000 Haushalte und Unternehmen angeschlossen werden können. Gefördert wird das Projekt vom Freistaat Bayern (85 Million Euro) und dem Bund (109 Millionen Euro).
Betreibermodell: Netzbesitz und -betrieb in unterschiedlicher Hand
Dabei wird das sogenannte Betreibermodell angewendet: Das Glasfasernetz wird von der LNI mithilfe der Fördermittel aufbaut und die Gesellschaft bleibt Eigentümerin des Netzes. Für den Betrieb der passiven Glasfaserinfrastruktur hatte die LNI einen Betreiber gesucht. Hierfür wurde ein Auswahlverfahren im Rahmen des Gigabit-Förderprogramms des Bundes durchgeführt und das Gebiet in drei Cluster aufgeteilt. Die Telekom hat alle drei Ausschreibungen für sich entscheiden können. Laut Telekom ist dies das erste Mal, dass die Telekom ein Betreibermodell in dieser Größenordnung übernimmt.
"Die Telekom hat sich gegen einen starken Bewerberkreis in einem komplexen Auswahlprozess durchgesetzt. Das Angebot hat preislich und inhaltlich voll überzeugt", sagt René Meyer Geschäftsführer LNI. "Wir sind uns sicher, dass wir mit der Telekom den richtigen Partner an unserer Seite haben."
Auch eigenwirtschaftlicher Ausbau in der Region ist geplant
"Ich freu mich sehr, dass wir für alle drei Cluster den Zuschlag für den Netzbetrieb bekommen haben", sagt Stefan Krantz, Projektleiter bei der Deutschen Telekom. "Außerhalb des Netzes was jetzt entsteht, gibt es in der Region noch rund 50.000 Haushalte, die nicht direkt ans Glasfaser-Netz angeschlossen sind. Deshalb werden wir uns in der Region auch mit einem Eigenausbau engagieren."
Ziel ist es, dass innerhalb der nächsten zweieinhalb Jahre 25 Prozent des Netzes in Betrieb genommen werden können. Die Telekom betont, dass kein Monopol entstehe und keine Anbieter ausgeschlossen würden. Der aktive Netzbetrieb der Telekom stelle sicher, dass Bürgerinnen und Bürger auch Produkte und Dienstleistungen anderer Anbieter, im Rahmen des Open Access, nutzen könnten.
Claudia Boss-Teichmann 14.07.2023

