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ProSiebenSat.1 baut 400 Stellen ab

Die ProSiebenSat.1 Group baut ihre Organisationsstruktur um und gleichzeitig 400 Stellen ab. Der Konzern hatte zum 31. Oktober 2022 die Streaming-Plattform Joyn vollständig übernommen und in den Mittelpunkt seiner Strategie gestellt (siehe unsere Meldung vom 28.03.2023). Jetzt soll die Organisation der Gruppe, insbesondere im Entertainment-Segment, neu aufgestellt werden, so ProSiebenSat.1. Dazu gehört auch der Abbau von 400 Vollzeit-Stellen. Dieser werde "durch ein Freiwilligen-Programm sozialverträglich erfolgen, um betriebsbedingte Kündigungen weitestgehend zu vermeiden", teilt das Unternehmen mit.
"Klar auf die digitale Transformation ausgerichtete Prozesse"
Das Ziel des Umbaus sind laut ProSiebenSat.1 eine effizientere Struktur, eine wettbewerbsfähige Kostenbasis sowie klar auf die digitale Transformation ausgerichtete Prozesse. Der Konzern erhofft sich, dadurch in diesem Jahr einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag einzusparen. Der Kosteneffekt für 2024 soll sich auf einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag belaufen.
Bert Habets, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media SE, sagt: "In einer sich konstant veränderndhatteen Medienindustrie ist es nur konsequent, dass wir unsere Strategie neu ausgerichtet haben und dafür auch unsere eigene Aufstellung immer wieder hinterfragen. Zudem müssen wir das vierte Jahr in Folge in einem extrem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld agieren. Es ist daher unumgänglich, dass wir unsere Sach- und Personalkosten deutlich senken. Der Stellenabbau ist eine schwierige, jedoch unternehmerisch notwendige Entscheidung, damit ProSiebenSat.1 seine Ertragskraft steigert und wieder nachhaltig und gesund wachsen kann."
"2023 ist das Jahr der Neuausrichtung unseres Konzerns“, sagt Bert Habets weiter. „Wir haben einen klaren Plan mit Fokus auf unser Entertainment-Angebot und vor allem auf Joyn. So wollen wir als Konzern die Nummer Eins im deutschsprachigen Entertainmentmarkt werden. Und wir haben nun eine agile Aufstellung sowie wieder Spielraum für Investitionen geschaffen. Das war als Grundlage zur Umsetzung unserer Wachstumsstrategie unbedingt erforderlich."
Rückläufige Werbeerlöse machen dem Unternehmen zu schaffen
Der Medienkonzern steht unter wirtschaftlichem Druck: Im Jahr 2022 war der Umsatz um 7 Prozent zurückgegangen. Für 2023 hatte ProSiebenSat.1 einen Umsatzanstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich prognostiziert, trotz eines erwarteten Rückgangs der gesamten Entertainment-Werbeerlöse in der DACH-Region um rund minus 2 Prozent. Dieser soll teilweise durch eine starkes Wachstum des Digital-Portfolios kompensiert werden.
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