ANZEIGE

Nachdem bereits T-Mobile in den USA die Prognose angehoben hatte, erhöht nun auch der Konzern seine Prognose für das Gewinnziel 2023 (Foto: Deutsche Telekom)

Telekommunikationsanbieter

Deutsche Telekom vermeldet Kundenwachstum

Die Deutsche Telekom berichtet von positiven Kunden- und Finanzzahlen für das zweite Quartal 2023: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen inklusive Leasingkosten (Ebitda AL) stieg um 1,5 Prozent auf 10,0 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal. 

Bereinigtes EBITDA AL von 41,0 Milliarden Euro erwartet

"Unsere Geschäfte entwickeln sich trotz komplexer Marktumfelder positiv. Das unterstreichen unsere organischen Wachstumsraten bei den Service-Umsätzen, im Ergebnis und beim Free Cashflow", sagte Vorstandsvorsitzender Tim Höttges bei der Vorstellung der aktuellen Bilanz. Nachdem bereits T-Mobile in den USA die Prognose angehoben hatte, erhöht nun auch der Konzern seine Prognose für das bereinigte EBITDA AL. Diese Anpassung spiegelt höhere Erwartungen für die Geschäfte in Deutschland und Europa wider. Für das Gesamtjahr wird jetzt ein bereinigtes EBITDA AL von rund 41,0 Milliarden Euro erwartet, nach zuvor rund 40,9 Milliarden Euro. Die Prognose für den Free Cashflow AL bleibt unverändert bei mehr als 16,0 Milliarden Euro.
 
Im zweiten Quartal 2023 lag der Konzernumsatz bei 27,22 Milliarden Euro und sank um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der berichtete Service-Umsatz stieg um 1,4 Prozent auf 23,0 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss betrug 1,9 Milliarden Euro und fiel um 22,8 Prozent geringer aus als in Q2/2022. Diese Entwicklung basiert laut dem Bonner Konzern vor allem auf Zinseffekten bei der Bewertung von Verbindlichkeiten und Rückstellungen im Vorjahr.

Service-Umsatz stieg organisch um 3,2 Prozent

Der Service-Umsatz legte im zweiten Quartal 2023 organisch um 3,2 Prozent zu. Der berichtete Service-Umsatz stieg um 1,4 Prozent auf 23,0 Milliarden Euro. Der berichtete Konzernumsatz sank in den drei Monaten um 2,4 Prozent auf 27,2 Milliarden Euro. Grund hierfür sei maßgeblich das geplante Zurückfahren des Endgeräte-Geschäfts in den USA gewesen. Zum einen sei die Migration von ehemaligen Sprint-Kunden auf das T-Mobile-Netz weitestgehend abgeschlossen, sodass weniger kompatible Endgeräte ausgegeben wurden. Zum anderen habe T-Mobile US das Endgeräte-Leasing wie geplant weiter zurückgefahren und den Umsatz in diesem Bereich um rund 80 Prozent im Quartalsvergleich reduziert.

Der Konzernüberschuss stieg um 5,4 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro

Der bereinigte Konzernüberschuss belief sich auf 1,9 Milliarden Euro und fiel damit um 22,8 Prozent geringer aus als im Vorjahresquartal. Bedingt war diese Entwicklung laut Telekom, analog dem ersten Quartal 2023, vor allem durch Zinseffekte bei der Bewertung von Verbindlichkeiten und Rückstellungen im Vorjahr. In der Summe ergibt sich für das Finanzergebnis im Quartalsvergleich ein saldierter negativer Einfluss von rund 0,8 Milliarden Euro. Der berichtete Konzernüberschuss stieg um 5,4 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro an. 

In den deutschen FFTH-Ausbau investiert

Der Konzern investierte gemessen am Cash Capex ohne Ausgaben für Mobilfunkspektrum 4,4 Milliarden Euro im zweiten Quartal. Die Investitionen stiegen den Angaben zufolge vor allem in Deutschland im Zuge des FTTH-Ausbaus.
 
In den USA hingegen hätten die Investitionen nach dem beschleunigten 5G-Netzausbau der vergangenen Jahre zurückgefahren werden können. Der Free Cashflow AL lag mit 3,5 Milliarden Euro 27,7 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals. Die finanziellen Netto-Verbindlichkeiten (ohne Leasing) konnten um 8,6 Prozent verringert werden und lagen Ende des zweiten Quartals bei 97,2 Milliarden Euro. Das Verhältnis der finanziellen Netto-Finanzverbindlichkeiten (ohne Leasing) zum bereinigten EBITDA AL verbesserte sich dadurch weiter auf 2,40 gegenüber 2,58 zum Jahresende 2022.

Deutschland: Kundenzufriedenheit zahlt sich aus

Im deutschen Markt bleibt die Kundengewinnung nach Angaben der Telekom in allen Bereichen ungebrochen. 67.000 neue Breitbandkunden konnten zwischen April und Juni neu dazugewonnen werden. Gut 43 Prozent der Privatkunden nutzen inzwischen einen Tarif mit einer Bandbreite von bis zu 100 MBit/s oder mehr. Mit 36.000 Neukunden lag das Kundenwachstum bei MagentaTV ebenfalls über dem Vorjahresquartal. Nach sechs Monaten lag der Bestand an Kunden, die einen FTTH-Anschluss nutzen, bei 833.000, was einem Plus von über 38 Prozent im Jahresvergleich entspricht.

Wachstum beim Mobilfunk

319.000 Neukunden konnten unter den eigenen Marken gewonnen werden, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahresquartal, was die Telekom auf ihr neues Tarifportfolio zurückführt. Die Mobilfunk-Service-Umsätze lagen um 2,1 Prozent höher als im zweiten Quartal des Vorjahres. Wachstum auch bei den Finanzzahlen: Der Segment-Umsatz stieg im zweiten Quartal um 1,9 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Wichtiger Treiber bleiben dabei die Breitbandumsätze. Insgesamt stiegen die Service-Umsätze organisch um 1,6 Prozent. Das bereinigte EBITDA AL legte um 4,1 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zu. 

Wachstum auch im Segment Europa

Im Segment Europa konnte der Umsatz um 6,2 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro gesteigert werden. Im Ergebnis betrug das Plus 3,9 Prozent im Vorjahresvergleich. Damit konnte das bereinigte EBITDA AL zum 22. Mal in Folge gesteigert und laut Telekom der negative Einfluss hoher Energiepreise überkompensiert werden.
 
Neben den Finanzzahlen zeigt auch das Wachstum bei den Kundenzahlen keine Anzeichen der Verlangsamung. Im zweiten Quartal stieg die Zahl der Breitbandanschlüsse um 72.000, die der Nutzer von Bündelprodukten aus Festnetz und Mobilfunk um 152.000 und die der TV-Kunden um 34.000. Bei den Mobilfunk-Vertragskunden gab es ein Plus von 173.000.

Systemgeschäft: auf dem Weg zu den Jahreszielen

T-Systems steigerte den Umsatz im zweiten Quartal organisch um 4,8 Prozent auf 959 Millionen Euro. Der Bereich Digital Solutions entwickelte sich weiterhin besonders gut. Das bereinigte EBITDA AL wuchs organisch um 2,0 Prozent. Der Auftragseingang lag zwischen April und Juni bei 746 Millionen Euro und damit im Plan für die Erwartungen des Gesamtjahres.
 
Lesen Sie zu Deutsche Telekom auch: Telekom: 6,2 Millionen FTTH-Haushalte (CVE vom 22.07.2023)
 

Weitere Webseiten