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Telekommunikationsmarkt

"Good luck abroad, Deutsche Telekom!"


Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom AG, Tim Höttges, hatte im Tagesgespräch mit dem Sender phoenix am 14. August 2022 den ordnungspolitischen Rahmen in Deutschland harsch kritisiert (siehe unsere Meldung: Höttges: Zu wenig Investitionssicherheit vom 14.08.2023). Ein zentrales Problem sei, dass es hierzulande zu viel Wettbewerb gebe. Auch deshalb sei Deutschland für die Telekom nur der zweitwichtigste Markt. Dazu meldete sich der BUGLAS mit einem Statement seines Präsidenten Theo Weirich zu Wort: "Wer sein Geschäft in den USA macht, sollte nicht in Deutschland die Spielregeln ändern wollen!"

In der nun 25-jährigen Geschichte des liberalisierten TK-Marktes habe sich das ordnungspolitische Prinzip des Wettbewerbs als DER Garant für die bestmögliche Versorgung von Kunden, ein Höchstmaß an Investitionen und Innovationen sowie größtmögliche Angebotsvielfalt erwiesen, in dem zudem viele verschiedene Geschäftsmodelle realisiert werden können, so Weirich in dem BUGLAS-Statement. Ein "zu viel" an Wettbewerb könne dabei nur der beklagen, der zu Monopolzeiten die Produzentenrente maximiert habe.

Gerade in der äußerst geringe Anzahl von TK-Anbietern in den USA könne der Grund für die dort deutlich höheren Preise liegen, legt Weirich nahe. Auch die Aussage von Höttges, in Deutschland würde mit negativen Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft wegen der Regulierung jeder das Telekomnetz nutzen, überzeuge nicht. "Über viele Jahre hat die (aufgrund des jahrzehntelangen Monopols im Infrastrukturbereich alternativlose) Nutzung des Telekom-Netzes auf der Basis regulierter Vorleistungspreise durch andere Marktteilnehmer dem Incumbent Umsätze in Milliardenhöhe beschert, denen auch nicht ansatzweise entsprechende Kosten gegenübergestanden haben."

Wenn die Telekom künftig ihren Tätigkeitsschwerpunkt in den USA haben möchte, solle sie dies tun, so Weirich weiter. "Dann können hierzulande auch die schädlichen Doppelausbauankündigungen unterbleiben und die Kupfer-/Glas-Migration endlich vorangebracht werden. Für den Teil des Restgeschäfts, den die Telekom außerhalb der USA realisiert, braucht in Deutschland die Anzahl der Wettbewerber nicht eingeschränkt zu werden. Und an den Grundfesten einer Regulierung von signifikanter Marktmacht sollte man im Sinne des Wettbewerbs gar nicht rütteln. Good luck abroad, Deutsche Telekom!", so der BUGLAS-Präsident abschließend.

 

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