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ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa glaubt nicht, dass die Gründung der Telekom Tiefbau GmbH zu einem schnelleren Ausbau der Glasfasernetze führt (Foto: ZDB)

Glasfaserausbau

Telekom Tiefbau GmbH: Baugewerbe befürchtet verschärften Wettbewerb

Die Ankündigung der Deutschen Telekom zur Gründung einer eigenen Tiefbaufirma stößt beim Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) auf Kritik. ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa glaubt nicht, dass dieser Schritt den Glasfaserausbau beschleunigen werde. "Die Gründung einer eigenen Telekom Tiefbau GmbH erhöht nicht automatisch die Kapazitäten für den Bau und Ausbau der Glasfasernetze, da ja offensichtlich nicht geplant ist, neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszubilden", sagt Pakleppa auf Anfrage von Cable!vision Europe.

Straßen-, Garten- oder Landschaftsbauer ebenfalls geeignet

Bis Ende 2024 will die Telekom für ihr Tiefbauunternehmen 230 Mitarbeiter gewinnen. Erste Arbeiten sollen schon in diesem Jahr starten. Wie will die Telekom vermeiden, dass dadurch Fachkräfte von Glasfaserausbauprojekten abgezogen werden? "Auch Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung beispielsweise im Straßenbau, Garten- und Landschaftsbau oder ähnlicher Qualifikation sind geeignet", erklärt ein Konzernsprecher.
 
Pakleppa hingegen befürchtet, dass es zu einem "verschärften Wettbewerb um die entsprechenden Fachkräfte"“ kommen könnte. "Dies führt aber sicher nicht zu einem schnelleren Ausbau der Netze." Gute Ausschreibungen und faire Konditionen könnten laut Pakleppa ein besserer Weg sein. "Wir sind aber als Branche jederzeit, auch für die Telekom, zum Dialog bereit."
 
Autor: Marc Hankmann
 

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