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(Grafik: SRIW)

Door-to-Door-Vertrieb

Branchenkodex soll Glasfaserausbau unterstützen

Der Haustürvertrieb hat einen schlechten Ruf, doch für die Glasfaser ausbauenden Unternehmen ist er für die Vorvermarktung unerlässlich. Gegen schlechte Vertriebspraktiken, die die Branche in Verruf bringen, soll der jetzt veröffentlichte Branchenkodex Abhilfe schaffen.

"Haustürkodex Telekommunikation"

Der "Haustürkodex Telekommunikation" wurde vom VATM initiiert und von einigen Verbandsmitgliedern sowie der Deutschen Telekom unter Anleitung des Vereins "Selbstregulierung Informationswirtschaft" (SRIW) entwickelt.

"Bei den vielfältigen Fragen zum Glasfaserausbau müssen die Kommunen darauf vertrauen können, dass die ausbauenden Unternehmen transparent und fair Rede und Antwort stehen", erklärt VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. "Der Haustürkodex mit seinem Prüfsiegel für verbraucherfreundlichen Haustürvertrieb unterstützt die politisch Verantwortlichen dabei, sich für ein ausbauendes Unternehmen mit höchsten Beratungs-Standards zu entscheiden und damit den Glasfaserausbau in Ihren Gemeinden erfolgreich umzusetzen."

Mit dem Inkrafttreten des Haustürkodex am 16. November können sich ab sofort Provider der Telekommunikationsbranche zur Einhaltung der festgeschriebenen Bestimmungen verpflichten. Das Bekenntnis zu den hohen Qualitätsanforderungen des Haustürkodex sei rechtlich verbindlich und erfolge gegenüber einer unabhängigen privaten Überwachungsstelle, so der SRIW. Nur wenn die Standards der Unternehmen in den Bereichen Direktvertrieb, Kunden- und Beschwerdemanagement sowie Qualitätssicherung den Vorgaben des Haustürkodex entsprächen, erhielten diese von der Überwachungsstelle das Prüfsiegel und würden von ihr in das öffentlich einsehbare Register aufgenommen.

In Zukunft sind regelmäßige Kontrollen vorgesehen, um die Standards des Haustürkodex  langfristig zu etablieren. Außerdem soll der Kodex vom SRIW kontinuierlich inhaltlich weiterentwickelt werden.

Unternehmen werden in öffentlich einsehbarem Register gelistet

SRIW-Geschäftsführer Frank Ingenrieth sagt: "Ein solches Überwachungskonzept macht den Unterschied zu sonstigen Verhaltenskodizes, und bietet Anbietern damit einen Anreiz sich positiv vom Wettbewerb abzuheben. Die Provider, die erfolgreich die Prüfung durchlaufen haben, werden in einem öffentlich zugänglichen Register gelistet."

Die Unternehmen Deutsche Giganetz, Deutsche Glasfaser, Deutsche Telekom, EWE, Goetel, Leonet, Tele Columbus PYUR und Vodafone haben verbindlich zugesichert, sich bis Ende Januar 2024 zur Einhaltung des Haustürkodex zu verpflichten. Weitere Provider können sich jederzeit anschließen.

Weitere Informationen und den Wortlaut des Kodes finden Interessierte unter: https://haustuerkodex.de/

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