
Vodafone und OXG bieten den GdW-Mitgliedsunternehmen kostenlosen FTTH-Ausbau sowie Betrieb und Instandhaltung der Netze an. Kabelanschlüsse sollen vorerst weiter betrieben werden (Foto: Vodafone-Konzenrzentrale in Düsseldorf, Bildrechte: Vodafone)
FTTH-Ausbau
Vodafone und GdW: Vereinbarung für FTTH-Ausbau
Der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), Vodafone und OXG haben eine Koooperation zum Glasfaserausbau bis in die Wohnungen bekannt gegeben.
Vorerst sollen Kabelanschlüsse weiter betrieben werden
Demnach übernimmt OXG, das Joint Venture zwischen Vodafone und Altice, den kostenlosen FTTH-Ausbau bis in die Wohneinheiten sowie Betrieb und Instandhaltung der Infrastruktur. Das Netz soll offen für alle Markt-Teilnehmer sein, so dass die Mieter sich für einen auf dem Netz verfügbaren Anbieter entscheiden können. Initial übernimmt Vodafone die Vermarktung der Anschlüsse sowie die Bereitstellung von Diensten wie Telefonie, Internet und TV. Weitere Musterregelungen zu ergänzenden Details und alternativen Modellen der Errichtung und des Betriebs von Glasfasernetzen sollen folgen. Mieter, die heute einen Kabel-Anschluss von Vodafone nutzen, können, aber müssen nicht, auf Glasfaser wechseln. Beide Anschlüsse, Glasfaser und Kabel, werden laut Vodafone vorerst parallel betrieben.
GdW-Präsident Axel Gedaschko: "Der Glasfaser-Ausbau in Deutschland kann nur gelingen, wenn Netzbetreiber die Vielfalt und individuellen Anforderungen der Wohnungswirtschaft verstehen und ihre Verträge, Technik und Kommunikation darauf zuschneiden. Insofern sind dieses Positionspapier und die dazu derzeit erarbeiteten Musterverträge von GdW und Vodafone ein Erfolg für die Wohnungswirtschaft und deren Mieter. Wohnungsunternehmen profitieren von einem Vollausbau ihrer Gebäude mit Anschluss aller Wohnungen und rechtssicheren Vertragsmustern. Mieter erhalten eine moderne und nachhaltige Infrastruktur, die höchstmögliche Wahloptionen bietet."
Stefan Rüter, Geschäftsführer von OXG: "Viele Marktteilnehmer reservieren optionale Ausbaugebiete, ohne diese tatsächlich auszubauen. Wir hingegen stehen zu unserem Ausbauversprechen und sind somit ein verlässlicher Partner. Wir bieten den GdW-Mitgliedern für ihre Immobilien in unseren Ausbaugebieten klar definierte Vereinbarungen und eine individuelle Ausbauplanung samt Fertigstellungstermin. Das bringt maximale Planungssicherheit ohne Wenn und Aber. Dabei berücksichtigen wir, wenn nötig, individuelle Baufenster – zum Beispiel bei geplanten Sanierungsmaßnahmen – und führen den Ausbau zügig und ohne größere Beeinträchtigungen der Mieter durch. Das Besondere daran: Es entstehen keine Kosten für Eigentümer und Bewohner."
Mehr zum Thema Kooperationen zwischen Netzbetreibern und Wohungswirtschaft:
- Zeitgleich hat Tele Columbus eine Kooperation mit dem GdW bekannt gegeben (Tele Columbus und GdW kooperieren beim Glasfaserausbau, 28.11.2023)
- Die Deutsche Telekom und der GdW haben bereits im Mai eine Vereinbarung getroffen (Telekom und GdW wollen beim Ausbau kooperieren, 22.05.2023)
- Ebenso hat Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK) für seine Mitglieder im Juni mit dem GdW eine Kooperation vereinbart (FRK und GdW: Gemeinsam für den Ausbau von Inhouse-Netzen, 19.06.2023)
Claudia Boss-Teichmann 28.11.2023

