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Die ARD-Intendanten trafen zahlreiche Beschlüsse zu Einsparungen, die geplante Einstellung eines Spartenkanals war nicht darunter.(Foto: WDR/Annika Fußwinkel)

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ARD verschiebt Entscheidung über Sender-Einstellung

Die ARD kann ihre Ankündigung nicht einhalten, noch in diesem Jahr darüber zu entscheiden, welchen linearen Fernsehsender sie einstellt. "Das Thema Flexibilisierung eines linearen Spartenkanals wird im kommenden Jahr erneut auf die Agenda gesetzt", sagte eine ARD-Sprecherin gegenüber Cable!vision Europe.
 
Kosten will man nun zunächst auf anderen Wegen sparen: "Die ARD hat jetzt in ihrer Reformagenda vordringliche Reformvorhaben priorisiert, etwa die Poollösungen im Hörfunk und linearen Fernsehprogramm oder die Gründung der Kompetenzcenter", erklärte die Sprecherin.
 
Im August 2023 hatte die ARD bestätigt, dass vor Jahresende feststehen werde, welcher Spartenkanal als lineares Programm eingestellt werde (ARD: Bis Jahresende Entscheidung über Sendereinstellung, 18.08.2023). Die ARD betreibt die Spartenkanäle tagesschau24 unter Federführung des NDR, den Bildungskanal ARD-alpha, der beim Bayerischen Rundfunk angesiedelt ist, und den Sender One, der beim WDR beheimatet ist.
 
Auf ihrer jüngsten Sitzung in Köln beschlossen die ARD-Intendanten stattdessen Einsparungen durch Reformschritte in anderen Bereichen. So sollen im ARD-Hörfunk und in den Dritten Programmen durch gemeinsame Programmstrecken und Formate ab 2024 Ressourcen freigemacht werden. Die Mittel sollen in die Entwicklung und den Ausbau digitaler Angebote für vor allem jüngere Zielgruppen und in die Stärkung des regionalen Profils von ARD Mediathek und ARD Audiothek fließen.
 
Autor: Dr. Jörn Krieger
 
 

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