
"Mit dem frischen Kapital sind unsere bereits fest vereinbarten Ausbauziele für die kommenden Jahre über alle laufenden sowie neuen Projekte finanziert", sagt Jan Budden, CEO und Mitgründer der Deutschen GigaNetz (Foto: Katrin Schöning)
Finanzierung
Deutsche GigaNetz erhält neue Investitionskredite
Die Deutsche GigaNetz GmbH erhält eine zweite Investitionsfinanzierung in Höhe von 250 Millionen Euro. Außerdem beteiligen sich zwei weitere Banken an der Finanzierungsrunde.
250 Millionen Euro Finanzierung plus Erhöhungsoption
Die erste Finanzierungsrunde der Deutschen GigaNetz in Höhe von 355 Millionen Euro wurde im Juli 2022 mit einer zusätzlichen Erhöhungsoption in Höhe von 250 Millionen Euro unterzeichnet. Mitglieder des beteiligten Bankenkonsortiums sind ABN-AMRO, ING, KfW, KfW IPEX, LBBW, NordLB, Kommunalkredit Austria, SEB und NatWest. Ebenfalls 2022 war die DWS Group (DWS beteiligt sich an Deutsche Giganetz, 22.07.2022) als zweiter Hauptinvestor neben InfraRed Capital Partners eingestiegen.
An der der Umsetzung dieser Option beteiligen sich nun das bestehende Konsortium sowie erstmals SMBC und Edmond de Rothschild. Zudem erhält die Deutsche GigaNetz nochmals eine Erhöhungsoption in Höhe von weiteren 200 Millionen Euro.
Trotz eines herausfordernden Marktumfelds war die Transaktion den Angaben zufolge überzeichnet. Nach dem Ende der Niedrigzinsphase seien die Anforderungen des Kapitalmarktes an die Glasfaserbranche deutlich gestiegen, teilt die Deutsche GigaNetz mit.
"Ausbauziele für die kommenden Jahre finanziert"
"Der Bedarf nach dem Ausbau von schnellen Internetanbindungen ist hoch und ein leistungsstarkes Glasfasernetz ist ein echter Wettbewerbsfaktor für Gemeinden und Städte in Deutschland. Das zeigt sich auch durch die stark gestiegene Anzahl neuer Kooperationsvereinbarungen mit Kommunen, die wir in den vergangenen zwölf Monaten abschließen konnten. Mit dem frischen Kapital sind unsere bereits fest vereinbarten Ausbauziele für die kommenden Jahre über alle laufenden sowie neuen Projekte finanziert", sagt Jan Budden, CEO und Mitgründer der Deutschen GigaNetz.
Aktuell bestünden deutschlandweit mit über 200 Kommunen Kooperationsverträge für die Errichtung von Glasfasernetzen. "Dass wir trotz eines volatilen Marktes und des aktuellen Zinsniveaus die Finanzierungsrunde erfolgreich abschließen konnten, ist ein starkes Zeichen für die Deutsche GigaNetz", so Budden weiter.
Investoren und finanzierende Banken überzeugt von der Deutschen GigaNetz
"Der Ausbau der Glasfaserinfrastruktur in Deutschland leistet einen wichtigen Beitrag für die Transformation hin zu einer digitalen und nachhaltigen Wirtschaft. Smart Cities, eine digitale Verwaltung, autonomes Fahren oder große KI-Anwendungen werden nur durch eine flächendeckende Glasfaserinfrastruktur Realität. Als Universalbank fühlen wir uns diesem Ziel verpflichtet", sagt Thomas Schulz, der in der LBBW den Bereich Infrastruktur- und Transportfinanzierungen leitet. Die LBBW ist der größte Finanzierer der Deutschen GigaNetz.
"Die gelungene zweite Finanzierungsrunde ist ein Beleg für den operativen Erfolg der Deutschen GigaNetz. Wir freuen uns, dass die Deutsche GigaNetz den Wachstumskurs kontinuierlich fortsetzen kann und bedanken uns bei den Banken für das entgegengebrachte Vertrauen", kommentiert Thomas Kalthöfer, Senior Principal für Infrastrukturinvestitionen bei der DWS.
Als erster Investor der Deutschen GigaNetz stehe InfraRed hinter den langfristigen Zukunftsplänen des Unternehmens und werde sein Engagement wie geplant weiterführen. Thomas Buss, Partner InfraRed, sagt: "InfraRed investiert in die Entwicklung einer nachhaltigen Infrastruktur, die intelligente Städte von morgen ermöglicht und Menschen mit ihrer Arbeitswelt, dem Bildungswesen und miteinander verbindet. Damit passt die Deutsche GigaNetz perfekt in unser Portfolio. Als bundesweit tätiger Anbieter spielt die Deutsche GigaNetz eine Schlüsselrolle dabei, dass Kommunen in Deutschland in Zeiten der Digitalisierung wettbewerbsfähig bleiben. Denn eine leistungsfähige Internetanbindung ist ein entscheidendes Kriterium für die Standortwahl von Unternehmen."
Claudia Boss-Teichmann 06.12.2023

