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Claudia Nemat, Vorständin für Technologie & Innovation der Deutschen Telekom und Srini Gopalan, Geschäftsführer der Telekom Deutschland, stellten auf dem Netzetag in Bonn die aktuellen Zahlen zum Breitbandausbau vor (Screenshot: Marc Hankmann)

Glasfaserausbau

Telekom: Bei Glasfaserausbau im Businessplan

Die Deutsche Telekom blickte am gestrigen Netzetag in Bonn positiv auf das Jahr 2023 zurück. "Die Maschine läuft", sagte Telekom-Deutschland-Chef Srini Gopalan. In diesem Jahr baut der Bonner TK-Konzern 2,5 Millionen Glasfaseranschlüsse (Homes passed). Das gleiche Pensum will die Telekom im nächsten Jahr wiederholen, um dann über 10 Millionen Haushalte an ihr Glasfasernetz anschließen zu können. Bis 20230 soll die Zahl auf 25 bis 30 Millionen Haushalte steigen.

Take-up-Rate liegt zwischen 13 und 15 Prozent

Aktuell sind es 8 Millionen Homes passed, von denen 970.000 Haushalte den Glasfaseranschluss der Telekom auch wirklich nutzen. Den Ein-Millionsten Kunden wollen die Bonner Anfang 2024 begrüßen, was durchaus realistisch erscheint, befinden sich derzeit doch 700.000 Haushalte in der Vorvermarktung, die einen Vertrag über einen Telekom-Glasfaseranschluss abgeschlossen haben.
 
Mit einer Take-up-Rate von 13 bis 15 Prozent liege man laut Gopalan im Businessplan. Zum Vergleich: Laut aktueller Marktzahlen liegt die Take-up-Rate in der Glasfaserbranche zwischen 30 und 40 Prozent, wobei diese Netzauslastung aus Expertensicht immer noch zu niedrig ist. Aber die Telekom scheint allem Anschein nach anders zu kalkulieren.
 
Doch ebenso wie bei den Wettbewerber steigt auch bei der Telekom die Nachfrage nach Glasfaser. Im zweiten Quartal 2023 verzeichnete das Unternehmen 68.000, im dritten 78.000 und im vierten Quartal werden es 85.000 Neukunden sein.

Erste Projekte auf Basis der GdW-Kooperation

Insgesamt hat die Telekom nach eigenen Angaben in 3.500 Städten und Gemeinden Glasfasernetze gebaut. Dazu gehören auch Braunschweig, Trier und Wismar. Hier hat die Telekom mit Wohnungsunternehmen, die dem Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW angehören, Glasfaser auf Basis der im Mai 2023 mit dem Verband abgeschlossenen Kooperation ausgerollt. Die Anschlüsse in Mehrfamilienhäusern seien entscheidend für eine höhere Auslastung der Netze, sagte Gopalan. Dieses Jahr habe die Telekom Gestattungen für 1,2 Millionen Haushalte gewonnen.
 
"Die Telekom ist für uns der First Mover", sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko auf dem Netzetag. Gopalan betonte, dass Telekom die Kosten für die Glasfaseranschlüsse übernehme, die auch von anderen Serviceanbietern genutzt werden könnten.
 
Autor: Marc Hankmann
 

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