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Thilo Höllen, Senior Vice President Breitbandkooperationen bei der Telekom in Deutschland (li.) und Rolf Hoffmann, geschäftsführender Gesellschafter von Kabel + Sat Bergen (re.) unterschreiben den Kooperationsvertrag (Foto: Deutsche Telekom)

Open Access

Regionale Kooperation auf Basis geförderten Betreibermodells

Eine neue Art der Partnerschaft ist die Deutsche Telekom mit dem lokalen Netzbetreiber Kabel + Sat auf der Insel Rügen eingegangen: Beide Unternehmen haben einen Kooperationsvertrag über das mit Fördermitteln errichtete FTTH-Glasfasernetz des Zweckverbands Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR) geschlossen. Dabei handelt es sich um die erste Zusammenarbeit der Telekom mit einem Netzpächter, die auf einem geförderten FTTH-Netz eines Zweckverbandes aufsetzt.

Positiv überrascht von Offenheit der Telekom

Rolf Hoffmann, geschäftsführender Gesellschafter von Kabel + Sat Bergen, sagt: "Die Offenheit der Telekom hat mich positiv überrascht und ich bin stolz darauf, dass wir in kurzer Zeit eine Kooperationsvereinbarung erzielen konnten, in der sich beide Unternehmen gleichermaßen wiederfinden. Unsere Kooperation ist einzigartig in der Telekommunikationsbranche. Sie ermöglicht es uns, auf einem geförderten Glasfasernetz die Anbietervielfalt zu vergrößern und das Netz noch wirtschaftlicher zu betreiben." Die Kabel+Satellit Bergen Kommunikationstechnik GmbH (kurz Kabel + Sat) mit Firmensitz in Bergen auf der Insel Rügen bietet unter anderem Breitbandinternet, Internettelefonie sowie Kabelfernsehen sowie Dienste rund um Satellitenempfangs- und Signalaufbereitung an. Derzeit sind 40 Mitarbeiter dort beschäftigt.

"Blaupause für weitere Kooperationen auf öffentlich geförderten Netzen"

Thilo Höllen, Senior Vice President Breitbandkooperationen bei der Telekom in Deutschland, sagt dazu: "Digitalisierung umzusetzen heißt für uns auch, neue Modelle in Betracht zu ziehen. Bislang haben wir unsere Kooperationen immer mit dem Netzeigentümer selbst geschlossen. Die Einigung mit Kabel + Sat ist folglich ein Novum für die Telekom. Wir möchten, dass diese Zusammenarbeit bundesweit als Blaupause für weitere Kooperationen auf gefördert errichteten Netzen dient."

Christian Pegel, Digitalisierungsminister von Mecklenburg-Vorpommern, betonte die Bedeutung von Open Access. Die Wahlfreiheit zwischen unterschiedlichen Anbietern sei eines der Ziele, die mit der Förderung im Bereich Glasfaseranschluss erreicht werden solle. 

Die Aufgabenverteilung bei der Kooperation

Kabel+ Sat betreut, plant und baut bereits seit 2011 Glasfasernetze für den ZWAR. Im nächsten Schritt werden die Netze verbunden, sodass bis voraussichtlich Ende 2025 alle 11.000 Haushalte und Unternehmensstandorte eine Gigabit-Anbindung erhalten sollen. Telekom und die Kabel + Sat werden das Netz gemeinsam betreiben. Neben der Telekom würden auch ihre Wholesale-Partner wie Vodafone, 1&1 und Telefonica ihre Festnetz-Produkte auf dem Netz anbieten können, kündigt die Telekom an.

 

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