
Finanzinvestor KKR steigt bei Deutsche Glasfaser ein
Reggeborgh, der Mehrheitseigner der Deutsche Glasfaser Holding GmbH, hat künftig einen weiteren Investor im Unternehmen: Der Finanzinvestor KKR, der bis Anfang 2014 noch Miteigner von ProSiebenSat.1 war, will einen Mehrheitsanteil am Unternehmen erwerben. Die Vereinbarung wurde am 17. Juli offiziell unterschrieben.
Sowohl Reggeborgh als auch KKR möchten damit den Ausbau des Glasfasernetzes ausweiten und stellen dafür rund 450 Mio. Euro langfristiges Kapital ein. Die Deutsche Glasfaser soll damit den FTTH-Ausbau vor allem in ländlichen Regionen vorantreiben. "Unser Ziel ist es, Marktführer beim Glasfaser-Ausbau in Deutschland zu werden", sagt Gerda Johanna Meppelink, Sprecherin von Deutsche Glasfaser. "Durch zusätzliche Investitionen können wir die steigende Nachfrage nach schnellem Internet künftig noch besser bedienen." Der Abschluss der Transaktion unterliegt noch der Genehmigung durch die Kartellbehörden.
Die Investition von KKR kommt zu einem denkbar günstigen Zeitpunkt. Die Bundesregierung hat beschlossen, bis 2018 Deutschland flächendeckend mit schnellem Internet zu versorgen und lässt dafür auch Fördergelder springen.
Felix Mohring 21.07.2015

