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5G Broadcast

MSA schreibt 5G-Broadcast-Pilotprojekt in Halle aus

(Logo: Medienanstalt Sachsen-Anhalt)
(Logo: Medienanstalt Sachsen-Anhalt)

Die Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA) hat ein Pilotprojekt für die Verbreitung von Fernsehprogrammen in 5G Broadcast, dem Rundfunkmodus des Mobilfunkstandards 5G, in der Stadt Halle ausgeschrieben. Das bestätigte die Medienanstalt gegenüber Cable!vision Europe.
 
In der Ausschreibung, die im Staatsanzeiger "Ministerialblatt für das Land Sachsen-Anhalt" vom 29. April 2024 veröffentlicht ist, werden Anbieter von Plattformen aufgefordert, Anträge auf Zuweisung der entsprechenden Übertragungskapazität zu stellen. Dabei handelt es sich um den terrestrischen Kanal 40 am Senderstandort Halle, der zur Erprobung der Verbreitung von Fernsehprogrammen in 5G Broadcast genutzt werden soll.
 
Die Zuweisung ist befristet auf die Dauer des Pilotprojekts von zwei Jahren mit der Möglichkeit einer Verlängerung. Die Zuweisung erfolgt unter der Bedingung, dass der für das Verbreitungsgebiet zugelassene lokale TV-Veranstalter auf der Plattform ausgestrahlt wird.
 
Die Anträge sind innerhalb von zwei Wochen nach Veröffentlichung der Ausschreibung an die MSA zu richten. Der Bewerber muss darin unter anderem angeben, wie das geplante Gesamtangebot aussehen soll, und verpflichtet sich dazu, einen Abschlussbericht mit den Ergebnissen des Pilotprojekts zu erstellen. Auch soll angegeben werden, wann der Sendebeginn erfolgen kann. Dem Vernehmen nach wird ein Start zur Fußball-EM angestrebt, die am 14. Juni 2024 beginnt.

Erstmals Privatsender an Bord

Die Besonderheit des Pilotprojekts in Halle ist, dass sich erstmals auch Privatsender beteiligen können. Bei den bisherigen 5G-Broadcast-Testläufen waren neben weiteren Partnern ausschließlich öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten dabei, etwa bei 5G Today in Bayern (BR), dem Pilotprojekt von WDR und Vodafone in Nordrhein-Westfalen und bei 5G Media2Go in Baden-Württemberg (SWR)
 
5G Broadcast ermöglicht die Verbreitung von Fernseh- und Radioprogrammen und anderen Medieninhalten über 5G-Mobilfunknetze ohne Datenverbrauch beim Endkunden, weil wie beim klassischen Rundfunk ein Signal für alle Empfänger ausgestrahlt wird. Ein Mobilfunkvertrag oder eine SIM-Karte werden nicht benötigt, es reicht ein 5G-Broadcast-taugliches Endgerät, etwa ein Smartphone, Tablet oder Car-Entertainment-System in Fahrzeugen. Prototypen sind bereits verfügbar.
 
Autor: Dr. Jörn Krieger
 

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