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Der ARD-Vorsitzende Kai Gniffke will mit privaten Medienhäusern ein gemeinsames Plattform-Ökosystem aufbauen (Foto: Marc Hankmann)

Streaming-Markt

ARD-Vorsitzender strebt Plattform-Ökosystem für alle Medien an

Der Vorsitzende der ARD und Intendant des SWR, Kai Gniffke, streckt die Hand in Richtung der privaten Medien aus. Auf dem Fachkongress "Media Tasting" in Stuttgart bekräftigte Gniffke die Absicht, die angestrebte gemeinsame Streaming-Plattform zwischen ARD und ZDF auch für andere Medienhäuser zu öffnen. "Wir müssen die Dinge nicht gemeinsam organisieren, wir stellen sie einfach zur Verfügung", sagte der ARD-Vorsitzende am 12. Juni auf dem Medienkongress.

Gegengewicht gegen Big-Tech-Konzerne

Gemeint ist, dass die Streaming-Plattform auf Open Source basieren soll, sodass sie von allen Medienhäusern genutzt werden könne, erklärte Gniffke. Auf diese Weise solle ein Marktplatz entstehen, ein "gemeinsames Plattform-Ökosystem, das für alle eine bessere Situation bietet", erklärte der ARD-Chef auf dem Media Tasting mit Blick auf die Big-Tech-Konzerne aus den USA, die in Zeiten steigender KI-Nutzung in den Medien ihre Vormachtstellung ausbauen könnten. Das wird von den Medienexperten und Politikern, die auf dem Media Tasting sprachen, unisono als Bedrohung der Meinungsvielfalt und Demokratie angesehen.

Viele Fragen offen

Im ersten Quartal 2025 wollen ARD und ZDF eine gemeinsame Betreibergesellschaft für die angestrebte Streaming-Plattform ins Leben rufen. Nutzer sollen sich auf der Plattform mit nur einem Login anmelden können, um auf die Inhalte der Öffentlich-Rechtlichen zugreifen zu können.
 
In welcher Form private Medienhäuser an diese Plattform andocken können, steht bislang noch nicht fest. Gniffke verweist daher darauf, dass für ein gemeinsames Plattform-Ökosystem noch viele Fragen diskutiert werden müssen: angefangen von journalistischen Standards bis hin zu bezahlpflichtigen Zugängen.
 
Autor: Marc Hankmann
 

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