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Vodafone-Darstellung auf Basis einer Auswertung von veed analytics. Dargestellt sind die Durchschnittswerte mehrerer Messungen. Als Endgeräte hat veed analyitcs die GigaTV Home Box, den waipu.tv 4K Stick und die Magenta TV One Box genutzt. Getestet wurde der TV-Empfang an mehreren Kabel- und Internetanschlüssen in München unter anderem bei Spielen der Fußballnationalmannschaft der Damen am 4. Juni 2024 gegen Polen und Übertragungen der Leichtathletik-Europameisterschaften am 11. Juni 2024. (Grafik: Vodafone)

TV-Übertragungswege

2 Sekunden früherer Torjubel bei DVB-C

Zur Fußball-EM hat Vodafone die Leitungszuführung im Kabelnetz umgestellt. Dadurch wird die Zeitverzögerung zwischen dem TV-Bild und dem tatsächlichen Geschehen auf dem Fußballplatz verringert. Damit seien erstmals in der Geschichte des Fernsehens die Live-Bilder einer Fußballübertragung im Kabelfernsehen sogar schneller als bei einer Satellitenübertragung im Wohnzimmer zu sehen, verspricht Vodafone. 

"Die Signale von ARD und ZDF kommen nun per Glasfaser und nicht mehr per Satellit in die beiden TV-Zentren in Kerpen und Frankfurt-Rödelheim. Zusätzlich wurde nun für den Zeitraum der EM der 'Jubel-Booster' im Rahmen eines Pilotprojekts aktiviert. Das unkomprimierte TV-Signal aus den Studios der TV-Sender wird nun unverändert in der Signalaufbereitung genutzt", erklärt Guido Kneuper, TV-Technik-Experte aus dem Vodafone Engineering.

Bis zu 2 Sekunden Vorsprung

Das Ergebnis laut Vodafone: Ein zeitlicher Vorsprung beim Kabelfernsehen von bis zu zwei Sekunden gegenüber Satellit. Dies ergab ein Praxistest des Münchener Market Intelligence Unternehmens veed analytics. Auf Platz drei liegt das Antennenfernsehen DVB-T2 mit fünf Sekunden Rückstand auf Kabel-TV. Bei den Anbietern von Internetfernsehen war waipu.tv am schnellsten und lag sieben Sekunden hinter dem Kabelsignal. Mit großem Abstand folgen weitere Anbieter von Internetfernsehen. Bernd Riefler, CEO von veed analytics: "Die Messwerte sind vor allem bei den internetbasierten TV-Anbietern von mehreren Faktoren abhängig und können sich nach Zeitpunkt, Ort, Gerät und Anbieter leicht unterscheiden."

Noch nicht in allen Bundesländern verfügbar

Der 'Jubel-Booster' funktioniere aus technischen Gründen derzeit ausschließlich bei Das Erste HD und ZDF HD in 13 Bundesländern. Folglich also nicht bei den Spielen, die auf RTL zu sehen sind. Im Free-TV werden 34 Spiele auf ARD oder ZDF sowie 12 Spiele auf RTL übertragen. In Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg werde an der Einführung des 'Jubel-Boosters' derzeit noch gearbeitet.

 

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