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Sprachen auf dem Media Tasting in Stuttgart über ihre Kooperation: DAZN-Managerin Lisa Eller (r.) und Sven Eckoldt von Cariad, der Automotive-Software-Marke des Volkswagen-Konzerns (Foto: Media Tasting/Apfel Programm Marketing)

Streaming-Markt

In-Car Entertainment: Wie DAZN ins Auto kommt

Der Sport-Streaming-Anbieter DAZN steigt ins In-Car Entertainment ein. Dafür kooperiert das Unternehmen mit einem Automobilhersteller aus dem Volkswagen-Konzern. Einzelheiten zur Zukunft des In-Car Entertainments  gaben beide Unternehmen auf dem Fachkongress "Media Tasting" am 12. Juni in Stuttgart bekannt. "Wir wollen Videoinhalte ins Auto bringen", sagte Lisa Eller, Head of Brand Partnerships DACH bei DAZN, wenngleich es dem Streaming-Anbieter bislang eher darum geht, seine Marke in einem neuen Umfeld zu positionieren, als neue Nutzer zu gewinnen.

Keine Frage ob, sondern wann

Dass In-Car Entertainment mit Videoinhalten keine Zukunftsmusik ist, bekräftigte Sven Eckoldt, zuständig für den Partnerships Lead Group Store bei Cariad, der Automotive-Software-Marke des Volkswagen-Konzerns. "Für Level 3 – die Hände vom Steuer und den Blick von der Straße nehmen – gibt es bereits einige Beispiele", erklärte Eckoldt auf dem Media Tasting. "Wir haben hierfür bereits eine Plattform auf Basis von Android Automatic entwickelt." Es sei laut Eckoldt keine Frage ob, sondern wann autonomes Fahren mit Level 3 Realität werde.

Videos gegen "Ladeweile"

Auf der von Cariad entwickelten Plattform läuft die DAZN-App, die nahezu fertig entwickelt ist. "Es werden noch Kleinigkeiten angepasst", sagte Eller in Stuttgart. Das Auto sei ein spezifisches Device, auf das man nicht 1:1 eine mobile App kopieren könne, führte Eckoldt aus. "Ein Mini-Touchpoint rechts außen am Bildschirmrand ist für die Bedienung durch den Fahrer nicht sinnvoll", nannte er ein Beispiel. Damit der Fahrer nicht vom Videokonsum des Beifahrers gestört wird, werden zum Beispiel Displays eingesetzt, die für den Fahrer verdunkelt werden.
 
Die Nutzungsszenarien für den Videokonsum im Auto beschränken sich laut Eckoldt aber nicht nur auf die Fahrt. Mit dem Begriff "Ladeweile" beschrieb er die Wartezeit beim Aufladen eines E-Autos. Die Zeit könne sich der Fahrer in Zukunft mit einem Video vertreiben. Voraussetzung ist dann aber, dass die Batterie nicht so leer ist, dass kein Display mehr funktioniert.
 
Autor: Marc Hankmann
 

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