
(v.l.) Thomas Wollinger, Geschäftsführer Bochum Wirtschaftsentwicklung, Patrick Helmes, Geschäftsführer GLASFASER RUHR und Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (Foto: Glasfaser Ruhr)
Glasfaserausbau
Glasfaserausbau in Bochum soll 2030 fertig sein
Glasfaser Ruhr, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Bochum, und die Stadt Bochum erwarten, dass der Glasfaserausbau in der Ruhrmetropole zwei Jahre früher als ursprünglich geplant abgeschlossen sein wird.
Vor etwa zwei Jahren war Glasfaser Ruhr eine Partnerschaft mit der Telekom eingegangen, um Bochum flächendeckend bis 2032 mit Glasfaser zu versorgen, wobei Glasfaser Ruhr das Netz plant und ausbaut und die Telekom den Betrieb übernimmt und das Netz für mindestens 30 Jahre mietet. Nach Fertigstellung sollen auf dem Netz nicht nur die Produkte der beiden Kooperationspartner, sondern auch von anderen Anbietern, wie zum Beispiel 1&1, Vodafone, Telefonica und O2, gebucht werden können.
Im Jahr 2023 habe die Glasfaser Ruhr alle ihre Ausbauziele erreicht, in diesem Jahr seien bereits bereits zur Jahresmitte 70 Prozent der zu bauenden Trasse und 65 Prozent der Hausanschlüsse des Gesamtausbauziels für 2024 realisiert worden, teilte das Unternehmen jetzt mit.
Insgesamt ist geplant, 134.000 FTTH-Anschlüsse im Kooperationsgebiet der Glasfaser Ruhr mit der Telekom zu bauen. Auf Anfrage zum aktuellen Stand des Ausbaus teilte Glasfaser Ruhr mit, dass von diesen bis Ende 2024, also in den ersten beiden Jahren der Ausbaukooperation, etwa 42.500 Wohneinheiten Homes Passed (=Arbeiten auf öffentlichem Grund abgeschlossen) erschlossen sein werden. Daher sei sich das Unternehmen sicher, dass die Ausbauziele insgesamt deutlich früher als geplant zu erreichen.
Im Bestandsgebiet in Bochum seien darüber hinaus bereits weitere 39.000 Wohneinheiten in der Vermarktung. Mehr als 4.000 zusätzliche Wohneinheiten würden in diesem Jahr durch Nachverdichtungsmaßnahmen und der Anbindung von Weißen Flecken ans Netz gebracht werden, so Glasfaser Ruhr weiter.
Patrick Helmes, Geschäftsführer der Glasfaser Ruhr: "Dank der guten Zusammenarbeit mit der Stadt und der optimierten Prozesse mit unseren Bauunternehmern aus der Region kommen wir deutlich schneller voran als geplant."
Im Jahr 2025 soll das Ausbauvolumen nochmals erhöht werden. Geplante Ausbauschwerpunkte sind der Bochumer Stadtteil Langendreer sowie die Gebiete Hordel, Brenschede, Dahlhausen Nord und Wiemelhausen.
Claudia Boss-Teichmann 09.07.2024

