ANZEIGE

(v.l.) Bernd Thielk und Tanja Thielk (beide Geschäftsführung willy.tel GmbH), Dr. Isabella Niklas (Geschäftsführerin HGV), Dr. Andreas Dressel (Finanzsenator und Aufsichtsratsvorsitzender der HGV)(Foto: Finanzbehörde Hamburg)

Unternehmensbeteiligungen

Hamburg beteiligt sich an willy.tel für Glasfaserausbau

Die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) steigt mit 49,9 Prozent bei der willy.tel GmbH ein, um den Glasfaserausbau ab 2025 weiter voranzutreiben. Die Beteiligung erfolgt über die HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement, die Konzernholding der Stadt. Der notarielle Vertrag wurde am 19. Juni 2024 unterzeichnet.

"Zukunftsweisende Glasfaser-Partnerschaft"

In Hamburg sind aktuell rund 50 Prozent der Haushalte mit Glasfasertechnologie versorgt. Die zur Finanzbehörde gehörende HGV wurde vom Senat mit der Prüfung unternehmerischer Beteiligungen beauftragt, um die Glasfaserversorgung der Stadt weiter zu verbessern. Sie hat daraufhin ein Markterkundungsverfahren durchgeführt. Das mittelständische Hamburger Unternehmen willy.tel habe hierfür das überzeugendste Konzept vorlegen können, nach dem nun in den nächsten Jahren rund 100.000 zusätzliche Haushalte mit Glasfaser versorgt werden sollen, teilt der Senat mit. willy.tel habe sich aufgrund der Bestandsinfrastruktur, der bestehenden Kundenbeziehungen und der Bereitschaft zum Wachstum als geeigneter Partner für die FHH herausgestellt.
 
Dr. Andreas Dressel, Finanzsenator und Aufsichtsratsvorsitzender der HGV, hebt die strategische Bedeutung der Partnerschaft hervor: "Hamburg ist schon jetzt die digitalste Stadt Deutschlands. Diese Spitzenposition im Smart City Index wollen wir mit dieser zukunftsweisenden Glasfaser-Partnerschaft weiter ausbauen."

Bernd Thielk, Geschäftsführer von willy.tel, äußert sich positiv zur Partnerschaft: "Wir sind stolz, dass wir als familiengeführter Betrieb mit unserer Expertise überzeugen konnten. Wir freuen uns, nun mit der FHH für Hamburg die Glasfaserinfrastruktur weiter auszubauen." Co-Geschäftsführerein Tanja Thielk ergänzt: "Der Glasfaserausbau war seit der ersten Stunde unsere Herzensangelegenheit und auch in der Partnerschaft bleibt unsere DNA aus hoher Serviceorientierung und Kundenzufriedenheit unverändert".

Die Finanzierung der Beteiligung erfolgt nicht direkt aus dem Haushalt, sondern durch die HGV. Für den Anteilserwerb sei ein Unternehmenswert von 178 Millionen Euro ermittelt worden, die Kosten der Stadt betrügen damit knapp 89 Millionen Euro, sagte Dressel laut der "Hamburger Morgenpost". Die kartellrechtliche Prüfung durch den Bund und die Zustimmung der Bürgerschaft stehen noch aus, aber bis Herbst 2024 werden alle notwendigen Zustimmungen erwartet, sodass Anfang 2025 mit dem Ausbau begonnen werden könne.

 

Weitere Webseiten