
Ein erneuter Rückgang im Fernsehgeschäft um rund 655.000 Kunden macht dem Vodafone Konzern in Deutschland zu schaffen (Foto: Vodafone)
Telekommunikationsanbieter
Vodafone verliert weiter Fernsehkunden
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024/25, das im April begann, verzeichnete Vodafone Deutschland einen erheblichen Rückgang in seinem Fernsehgeschäft. Die Zahl der Fernsehkunden sank um 655.000 auf rund 11,1 Millionen. Dies geht aus dem Quartalsbericht hervor, den die Vodafone Group in London am 25. Juli 2024 veröffentlicht hat. Im Quartal zuvor (Januar bis März 2024) hatte der Kundenverlust etwa gleich hoch gelegen.
Auch der Service-Erlös ging in Deutschland in diesem Zeitraum um 1,5 Prozent auf knapp 2,8 Milliarden Euro zurück. Den konzernweiten Service-Umsatz konnte Vodafone dagegen um 3,2 Prozent auf knapp 7,5 Milliarden Euro steigern. Der gesamte Vodafone-Umsatz stieg laut Mitteilung im vergangenen Quartal gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent auf 9,04 Milliarden Euro. Der operative Gewinn wuchs um 43 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro.
Laut Medienberichten sagte Konzernchefin Margherita Della Valle auf einer Telefonkonferenz, das laufende Jahr sei als "Übergangsjahr wegen Deutschland" zu betrachten.
Kundenverluste durch Ende des Sammelinkassos
Der Hauptgrund für diesen signifikanten Kundenschwund wird in der Branche im Ende des sogenannten "Nebenkostenprivilegs", zum 1. Juli gesehen. Durch das Auslaufen dieser Regelung ist es für Vodafone nun schwieriger geworden, große Verträge mit Wohnungsbaugesellschaften abzuschließen. Der Konzern hofft aber nach wie vor, rund die Hälfte seiner 8,5 Millionen TV-Haushalte zu halten. Durch Personalabbau und Umstrukturierungsmaßnahmen versucht der in schwieriges Fahrwasser geratene Konzern in Deutschland seine Probleme zu lösen. Unter anderem sollen durch Personalabbau von rund 2.000 Stellen innerhalb der nächsten zwei Jahre rund 400 Millionen Euro eingespart werden.
Claudia Boss-Teichmann 26.07.2024

