
Abschlussfeier in der Albert-Schweitzer-Gemeinschaftsschule in Spiesen-Elversberg (v.l.): Stephan Thul (eGo-Saar), CEO von Deutsche Glasfaser Andreas Pfisterer, Wirtschaftsminister Jürgen Barke, Anja Genetsch (DG) und Sören Meng, Landrat Neunkirchen (Foto: DG/Dirk Guldner)
Bildungseinrichtungen
327 Schulen im Saarland jetzt am Glasfasernetz
Der "Gigabitpakt Schulen Saar", ein großangelegtes Projekt zur Anbindung von Schulen im Saarland ans Glasfasernetz, ist abgeschlossen. 327 Schulen des Landes wurden an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern wurde der Ausbau zentral organisiert.
98 Prozent aller saarländischen Schulen können jetzt auf Gigabit-Bandbreiten zugreifen. Kein anderes Bundesland kann den Angaben zufolge auf derart hohe Werte verweisen. Investiert wurden dafür seit 2018 über 25 Millionen Euro, getragen vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr, dem Saarland sowie den Kommunen.
Ausbau durch inexio
Der Netzbetreiber inexio, der Teil der Deutschen Glasfaser Gruppe ist, setzte den Ausbau in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren um. Über 250 Kilometer Glasfaserkabel wurden exklusiv für Schulen verlegt.
Tablets ab der 3. Klasse
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot sagte: "Wir haben als Saarland nicht nur das 'Was', sondern vor allem auch das 'Wofür' im Blick. Ab der 3. Klassen arbeiten Schüler*innen im Saarland mit Tablets, die mit digitalen Lerninhalten gefüllt sind. Möglich wird das über die landeigene Lernplattform Online-Schule-Saarland und eine enge Zusammenarbeit mit den Kommunen als Schulträger. Bundesweit sind wir an der Spitze in Sachen Informatik. Ab der 7. Klasse lernen alle Schüler*innen, wie die digitale Welt und künstliche Intelligenz ihr Leben, unsere Gesellschaft und den Arbeitsmarkt verändert."
Das Projekt, das 2018 initiiert wurde, sorgte für eine zentrale Umsetzung und entlastete damit die Schulträger. Zwei Drittel der Schulen, die nicht teilnahmen, hatten bereits anderweitig einen Glasfaseranschluss erhalten oder beauftragt. Nur in wenigen Fällen waren Schulen nicht förderfähig oder haben auf eigenen Wunsch von einer Teilnahme abgesehen. Für die verbleibenden Schulen, die noch keinen Anschluss erhalten haben, soll durch die kommunale Gigabit-Flächenförderung ein Glasfaseranschluss bereitgestellt werden.
Claudia Boss-Teichmann 05.09.2024

