Netzwerkausrüster
WISI: Insolvenz abgewendet

Am 16. September 2024 hat beim Amtsgericht Pforzheim der Erörterungs- und Abstimmungstermin zum Insolvenzverfahren der WISI Communications GmbH & Co. KG stattgefunden. Dort wurde der von der Geschäftsführung in Eigenverwaltung erarbeitete Insolvenzplan vorgelegt und von der Gläubigerversammlung einstimmig gebilligt. Damit sei das im April eingeleitete Sanierungsverfahren gelungen, teilte WISI mit.
Der Technologieausrüster hatte am 15. April ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angemeldet (siehe unsere Meldung: WISI meldet Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung an). Als Hauptgrund war ein drastisch eingebrochener Auftragsrückgang, insbesondere im Bereich Netzausrüstung für Breitbandnetze, genannt worden.
Geschäftsbetrieb wird uneingeschränkt weitergehen
Die WISI Communications GmbH & Co. KG werde den Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiterführen und befinde sich ab Ende Oktober wieder im regulären Geschäftsbetrieb, so das Unternehmen. Geschäftsführer Axel Sihn sagt zum Sanierungsprozess: "In den vergangenen vier Monaten haben wir unsere organisatorischen Abläufe optimiert, unser Produktangebot gestrafft und unsere Gemeinkosten gesenkt. Gleichzeitig haben wir weiter in neue Technologien investiert und eine Reihe neuer Ideen für die Zukunft entwickelt."
Weltweit beschäftigt WISI aktuell 395 Mitarbeiter, davon 185 in Deutschland. Diese Zahlen werden laut Auskunft einer Unternehmenssprecherin auch erhalten bleiben.
Es habe sich als richtig erwiesen, den Antrag auf Sanierung in Eigenverwaltung frühzeitig zu stellen, die in diesem Verfahren durchgeführten Sanierungsschritte seien für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der WISI Communications GmbH & Co. KG absolut notwendig gewesen, so das Unternehmen.
Claudia Boss-Teichmann 23.09.2024

