
"Wir unterstützen somit den Wettbewerb auf der Glasfaser, statt um die Glasfaser", so Dr. Markus von Voss, Geschäftsführer der purtel.com, zum Erlösmodell von purtel.com und OpenXS auf L2BSA-Basis (Foto: purtel.com)
Open Access
L2BSA als Erlösmodell für Netzbetreiber
In der Diskussion um Open Access rücken zunehmend neue Kooperationsmodelle in den Mittelpunkt. Immer mehr regionale Netzbetreiber schließen Verträge mit überregionalen Anbietern, die ausschließlich Dark-Fiber-Lösungen ermöglichen. Viele dieser Verträge würden jedoch die Idee eines offenen Marktes untergraben, indem sie den Endkunden die Wahlfreiheit nehmen und die Entscheidungsgewalt über die Netzinfrastruktur den Eigentümern entziehen, sagen die Unternehmen purtel.com und OpenXS, die ein anderes Modell favorisieren.
Diese Kooperationen auf Basis von Dark Fiber bedeuten laut den beiden Unternehmen, dass die Endkunden nur noch einen nationalen Anbieter als Vertragspartner wählen können, während die Netzeigentümer langfristig ihre Kontrolle und Marktmacht aufgeben. Dieses Modell führe daher in gewisser Weise zu einer "Re-Monopolisierung" des Telekommunikationsmarktes, bei der keine echten Wahlmöglichkeiten für die Konsumenten bestünden und 25 Jahre Wettbewerb verloren gehen könnten.
L2BSA: Der echte Open Access Ansatz
purtel.com versteht Open Access als echten Zugang für alle Marktteilnehmer und bietet mit der OpenXS auf Basis des L2BSA-Ansatzes ein zusätzliches Erlösmodell für Netzbetreiber. Im Gegensatz zu Dark-Fiber-Vereinbarungen biete L2BSA (Layer 2 Bitstream Access) den Netzinfrastrukturbetreibern die Möglichkeit, ihre regionale Autonomie zu wahren und gleichzeitig den Endkunden echte Wahlfreiheit bei der Wahl ihres Diensteanbieters zu bieten. "Wir unterstützen somit den Wettbewerb auf der Glasfaser, statt um die Glasfaser", so Dr. Markus von Voss, Geschäftsführer der purtel.com.
Open Access Roadshows
Bei der bundesweiten Roadshow, die im September 2024 in die zweite Runde gestartet ist, betonen von Voss und Andreas Orth, Geschäftsführer von OpenXS gemeinsam: "Die Roadshow zum Thema Open Access als L2BSA-Ansatz ist ein wichtiger Schritt in die vernetzte Zukunft. Wir sind davon überzeugt, dass der offene Zugang zu Netzinfrastruktur entscheidend für die Entwicklung innovativer Lösungen und die Förderung des Wettbewerbs in der Branche ist. Diese Roadshow bietet eine hervorragende Gelegenheit für Branchenakteure, sich zu vernetzen, Wissen auszutauschen und von bereits vorhandenen, fertigen und realisierbaren Lösungen zu profitieren, die das Potenzial haben, die gesamte Branche voranzubringen."
Am 1. Oktober 2024 in Frankfurt und am 8. November 2024 in Leipzig besteht noch die Möglichkeit, sich zu informieren. Die Teilnahme an der Roadshow ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Interessierte können sich unter kontakt@open-access-initiative.de anmelden.
Weitere Informationen unter:
Claudia Boss-Teichmann 25.09.2024

