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Der WLAN-Endpunkt des Coax-Data-Systems. Es eignet sich laut Hersteller vor allem für Hotels, Wohnheime und -anlagen sowie Mehrfamilienhäuser. (Foto: Televes)

Kabelnetze

Von der Koax-TV-Infrastruktur zum Ethernet-Netzwerk

Highspeed über das kupferbasierte Koaxialkabel, ohne dass in neue Kabel investiert werden müsse oder der laufende Betrieb gestört werde, verspricht der Hersteller Televes. Mit CoaxData stellt das Unternehmen ein neues System vor.
 
CoaxData soll in den vorhandenen Koax-Infrastrukturen von Hotels, Wohnheimen und -anlagen sowie Mehrfamilienhäusern Bandbreiten bis 1,7 Gbit/s realisieren. Dabei sind laut Televes bis zu 64 Anschlusspunkte und Kabelstrecken bis zu 1,8 Kilometern möglich. 
 
Die meisten Gebäude verfügen über ein Koaxialkabelnetz zur TV-Versorgung. In der Vergangenheit wurden diese Netze für Internetzugänge aufgerüstet. Mit CoaxData könnten diese Infrastrukturen nun an GPON-FTTR-Netze (Fiber to the room) herangeführt werden, ohne dabei den Geschäftsbetrieb zu unterbrechen oder in neue Kabel zu investieren, sagt der Hersteller. Televes nennt sein Konzept „CTTR“ (Coax to the room): Da es an die GPON-Technologie angelehnt sei, erleichtere es den zukünftigen Übergang zu reinen Glasfaserinfrastrukturen. 

P2MP-Architektur 

Televes beschreibt CoaxData als ein Ethernet-over-Coax-System (EoC), das auf der G.hn-Technologie (Gigabit Home Networking) basiert. Da es im Frequenzbereich bis 200 MHz betrieben werde, störe es die vorhandene Verbreitung von TV-Signalen (Satellit, Kabel oder DVB-T2) nicht. Durch die Punkt-zu-Multipunkt-Architektur (P2MP) könne CoaxData in jedem beliebigen Koaxialkabelnetz eingesetzt werden. 
 
Televes hebt die Vorteile von CoaxData für kleine und mittlere Hotels hervor: Das EoCSystem liefere stabiles Internet für die Gäste. Selbst bei einer Dämpfung von 70 dB erreiche CoaxData Übertragungsraten bis 300 Mbit/s. Es ermögliche zusätzliche Mehrwertdienste auf den Zimmern und könne in Standardszenarien über Plug & Play automatisch konfiguriert werden.

Endpunkte für Kabelverbindung oder WLAN 

Weitere technische Features laut Televes:
  • CoaxData besteht aus einer Mastereinheit, die bis zu 64 Endpunkte versorgt. Bei den Endpunkten kann der Betreiber zwischen der Version für eine kabelgebundene Verbindung oder einen WLAN-Endpunkt (geeignet für drahtlose Netzwerke mit 2,4 und 5 GHz) wählen. Dank des robusten Designs könne CoaxData auch unter extremen Bedingungen eingesetzt werden. 
  • Über die Web- und CLI-Schnittstelle der Mastereinheit, deren Funktionen an die GPON-Technologie angelehnt sind, überwacht und konfiguriert der Betreiber das gesamte Netzwerk. Hierüber können sich zum Beispiel die Wärmeschutz- oder Energiesparfunktionen des Systems steuern lassen. 
Als Ergänzung zu CoaxData bietet Televes Diplexer-Filter und -Mischer für eine unabhängige Behandlung von Systemsignalen an. Den CoaxManager beschreibt der Hersteller als eine zusätzliche Software zur Statusüberwachung und schnellen Identifikation von Anomalien wie Rauschen oder Interferenzen, vor allem im Rückkanal. 
 
CoaxData decke somit alle Anforderungen einer modernen Breitbandversorgung in Hotels, Wohnheimen und -anlagen sowie in Mehrfamilienhäusern ab, ohne das hohe Investitionen notwendig sind oder der Betrieb gestört wird, so das Fazit von Televes.
 

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