
Jens Prautzsch, CEO von Unsere Grüne Glasfaser, erhofft sich von der Übernahme eine Beschleunigung des Glasfaserausbaus (Foto: UGG)
Glasfaserausbau
UGG übernimmt Infrafibre Germany
Unsere Grüne Glasfaser (UGG) und Infrafibre Germany GmbH (IFG) mit ihren beiden Internet Service Providern, LEONET und der Breitbandversorgung Deutschland (BBV) sowie der Infrafibre Networks (IFN), haben am 21. Oktober eine Vereinbarung zur Übernahme der IFG durch UGG bekannt gegeben.
UGG ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Allianz und Telefónica Gruppe und wie die Unternehmen der IFG vor allem im ländlichen Raum aktiv. UGG erhofft sich von der Übernahme die Stärkung seiner Position als Glasfaserinfrastrukturanbieter. Jens Prautzsch, CEO bei UGG sagt: "Wir sehen die geplante Übernahme von Infrafibre als wichtigen und richtigen Schritt an, um unser Ziel, 2,2 Millionen Haushalte in Deutschland mit modernster Glasfaser zu versorgen, noch schneller zu erreichen." Jürgen Hansjosten, CEO von Infrafibre, sagt, er freue sich, dass sein Unternehmen "unter dem Dach der UGG, unterstützt von deren finanzstarken Investoren" der wichtigen Aufgabe des Glasfaserausbaus in ländlichen Regionen weiterhin gerecht werde.
Künftig Endkundenangebote
Mit der Übernahme von LEONET und BBV kann das neue Unternehmen Glasfaser-Endkundenprodukte anbieten. Das Geschäftsmodell von UGG bestand bisher im Bau von Glasfasernetzen, die Internetdienstleistern im Open Access zur Verfügung gestellt wurden.
UGG und IFG sind zusammengenommen in acht Bundesländern aktiv. Derzeit befinden sich nach Angaben der Unternehmen über eine Million Haushalte im Ausbau oder wurden bereits erschlossen. "Von der Infrafibre wurden bisher rund 250.000 Homes Passed erschlossen", so ein Unternehmenssprecher. "Über unser gesamtes Netz sind rund 50 Porzent der Gebäude tatsächlich 'connected'. Dies ist im Marktvergleich ein sehr hoher Wert."
Die Unternehmen wollen alle aktuellen Projekte, sowie die in den nächsten Jahren mit den Kommunen bereits unterzeichneten, von UGG, LEONET und BBV wie geplant ausgebauen. Zu einem späteren Zeitpunkt würden dann neue Projekte gemeinsam durchgeführt, heißt es in der Mitteilung.
Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Kontrollbehörden. Der Abschluss wird bis spätestens Ende 2024 erwartet. In der Zwischenzeit sollen beide Unternehmen unabhängig voneinander geführt werden.
Claudia Boss-Teichmann 22.10.2024

