ANZEIGE

Alfred Rauscher Geschäftsführer, R-KOM, Gertrud Maltz-Schwarzfischer Oberbürgermeisterin der Stadt Regensburg, und Thilo Höllen Leiter Breitbandkooperationen, Telekom Deutschland unterzeichneten am 2. Dezember 2024 einen Kooperationsvertrag, der auch Open Acces umfasst (Foto: Stefan Effenhauser, Stadt Regensburg)

Kooperationsvereinbarung

Telekom und R-KOM kooperieren in Regensburg

Bis spätestens 2031 wollen die Telekom und R-KOM, ein Tochterunternehmen der Stadt Regensburg, die gesamte Stadt mit rund 100.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten ans Glasfasernetz anschließen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 100 Millionen Euro. 

"Wir vermeiden überflüssige Baustellen. Und die Bürgerinnen und Bürger können am Ende ihren Internet-Anbieter frei wählen", sagt Regensburgs Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Durch die Open-Access-Vereinbarung können die Kunden künftig bei den Netzbetreibern R-KOM und Telekom buchen sowie bei deren jeweiligen Open-Access-Partnern wie 1&1 (R-KOM und Telekom) sowie Vodafone, O2 und anderen (Telekom).

"Neu ist, dass wir künftig innerhalb dieses Netzes auf für uns reservierte Fasern zugreifen können", sagt Thilo Höllen, Leiter Breitbandkooperationen der Telekom. Sein Unternehmen ist nicht mehr nur Mitnutzer, sondern wird als zweiter Netzbetreiber in Regensburg selbst aktiv.
 
Technisch bedeutet die Kooperation, dass die R-KOM beim weiteren Netzausbau eine zweite Lichtwellen-Faser für die Telekom mitverlegt. Noch dieses Jahr sollen die ersten Hauptverteiler der Telekom in Regensburg ans R-KOM-Netz gekoppelt. "Anfang 2025 bauen wir
erste Erschließungsgebiete nach diesem Konzept aus und gehen gemeinsam in Betrieb", kündigt Alfred Rauscher, Geschäftsführer von R-KOM, an. Dabei bleibt die R-KOM Eigentümerin der Netzinfrastruktur. Die Telekom mietet die Fasern langfristig an. In bereits mit Glasfaser erschlossenen Gebieten wird nachverlegt, wo Fasern fehlen. Wo das Netz ausreichend viele Fasern bietet, müssen nur die Verschaltungen geändert werden, damit die Telekom eine eigene Faser bekommt. Das Investitionsvolumen soll zu 80 Prozent in den Neubau, zu 20 Prozent in die Aufrüstung des Bestandsnetzes fließen.
 
Ziel ist ein möglichst vollständiger FTTH-Ausbau mit Glasfaseranschlüssen bis in die Wohnungen und Büros. Voraussetzung dafür ist, dass Eigentümer und Hausverwaltungen mitziehen. "Ideal wäre, wenn die Hausgemeinschaften den Neu-Anschluss im Keller gleich zum Anlass nehmen, das Kupfernetz im Haus durch Glasfaser zu ersetzen. Neubauten sollten heute von vornherein mit Glasfaser ausgestattet werden", so der R-KOM Geschäftsführer. Sein Unternehmen berät dabei. Es geht aktiv auf Eigentümer, Verwalter und Wohnungsunternehmen zu. Parallel soll ein Pool an qualifizierten Bau- und Elektrofirmen für die Verlegearbeiten aufgebaut werden.

 

 

Weitere Webseiten