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Überraschung über den Zeitpunkt: Mit einem Gesamtbudget von 1,2 Milliarden Euro startet der Bund das diesjährige Gigabitförderprogramm bereits vor der Bundestagswahl (Symbolbild Baustelle Glasfaserausbau; Shutterstock)

Geförderter Glasfaserausbau

Bund startet Gigabitförderung 2025

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) hat am 23. Januar einen neuen Förderaufruf gestartet, die diesjährige "Gigabitförderung 2.0". Dies hat für Überraschung gesorgt, da der Start erst nach der Wahl am 23. Februar stattfinden sollte. Die Förderaufrufe umfassen ein Budget von 1,2 Milliarden Euro.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Förderrunde steht erneut der Infrastrukturförderaufruf 2025, der sowohl den Standard-Aufruf als auch das sogenannte Fast-Lane-Verfahren umfasst, informiert das BMDV. Die Anforderungen bleiben dabei weitgehend unverändert und orientieren sich an den Rahmenbedingungen des Vorjahres. 
 
Ergänzt werden die diesjährigen Förderaufrufe durch die Fortführung des Pilotprogramms zum Lückenschluss. Dieses Pilotprogramm zielt darauf ab, kleinere Gebiete, die bislang vom Gigabit-Ausbau ausgeschlossen blieben, effizient und unbürokratisch zu erschließen. Hier sollen durch ein vereinfachtes Antragsverfahren  Synergien zwischen privaten und geförderten Projekten genutzt werden.
 
Erste Reaktionen von Branchenverbänden darauf sind verhalten. Der Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) kritisiert, dass angesichts der im Vergleich zu 2024 deutlich reduzierten Fördermittel die Kriterien für die Vergabe nicht angepasst wurden. Es bestehe die Gefahr, dass noch mehr Kommunen aussichtlose Förderanträge stellen würden, so Sven Knapp, Leiter des BREKO Hauptstadtbüros. "Denn schon im letzten Jahr wurden 90 Prozent mehr Fördermittel beantragt als verfügbar waren." Beim Lückenschlussprogramm seien sowohl das Gesamtbudget von 40 Mio. Euro als auch die Obergrenze pro Projekt von 1 Mio. Euro zu niedrig angesetzt, so Knapp. 
 
Auch der Bundesverband Glasfaseranschluss e. V. (BUGLAS) sieht das Budget für das Lückenschlussprogramm kritisch und fordert eine zeitnahe Evaluierung, ob die Summe ausreicht, begrüßt aber die Fortsetzung der Bundesförderung trotz der nur vorläufigen Haushaltsführung.
 

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