
BUGLAS sieht fehlende Nachhaltigkeit im Breitbandförderprogramm
Der Bundesverband Glasfaseranschluss (BUGLAS) begrüßt das am 21. Oktober verabschiedete Förderprogramm der Bundesregierung zum Breitbandausbau zwar grundsätzlich, sieht aber auch eine fehlende Nachhaltigkeit. So fehlt eine klare Fokussierung auf Glasfaser als langfristige Technologie für hohe Bandbreiten.
Gerade in Hinblick des Ziels, 50 MBit/s flächendeckend zu bewerkstelligen, ist hier nicht weit genug gedacht, argumentiert der BUGLAS. "Es ist doch heute schon klar, dass diese Ziele in wenigen Jahren bereits Makulatur sein werden", kritisiert Wolfgang Heer, Geschäftsführer von BUGLAS.
Wichtig ist dabei auch die Formulierung "Fertigstellung bis 2018", was gerade aufwändigere Ausbauprojekte für Fiber to the Building/Home (FttB/H) in den Hintergrund rückt. "Natürlich sind bei der direkten Anbindung von Gebäuden mit Glasfaser die Ausbaukosten pro Haushalt deutlich höher als beim FttC-Ausbau. Vor genau diesem Hintergrund hatten wir dem Ministerium mehrfach vorgeschlagen, einen Fördervorrang für FttB/H in das Programm aufzunehmen", hält Heer fest.
Der BUGLAS befürchtet nun, dass die knappen Finanzmittel nun vor allem in Projekte geleitet werden, die bereits in einigen wenigen Jahren bereits neuen Förderbedarf hätten, um mit der Entwicklung Schritt zu halten.
Felix Mohring 23.10.2015

