13 Verbände verurteilen Vectoring-Monopol der Telekom
Das Vectoring-Monopol der Deutschen Telekom behindert den Breitbandausbau schadet auf lange Sicht dem Wirtschaftsstandort Deutschland. Davor warnen 13 Verbände aus unterschiedlichen Wirtschaftszweigen. In einem gemeinsamen Schreiben an Bundeskanzleramtsminister Peter Altmeier appellieren die Funktionäre für ein Eingreifen der Politik.
Wichtig sei ein Wettbewerb, der nicht durch öffentliche Gelder verzerrt wird, um die Breitbandziele bis 2018 und darüber hinaus zu erreichen. Der Vectoring-II-Antrag der Telekom wirkt dem entgegen. Die Telekom will sich
gegenüber der Bundesnetzagentur vertraglich verpflichten, den Ausbau der 8.000
lukrativsten Gebiete in Deutschland in einem Bereich von nur 500 Metern um alle
Hauptverteiler Deutschlands herum vorzunehmen.
"Eine solche Verpflichtung zum Überbau zahlreicher, bereits bestehender NGA-Infrastrukturen – insbesondere Glasfaser- sowie TV-Breitbandkabel – wäre in Deutschland und in Europa einzigartig und fügt dem Infrastrukturwettbewerb großen Schaden zu", heißt es in dem Verbändeschreiben.
Unterzeichnet wurde der Brief von BEVH, BREKO, BUGLAS, Deutscher Bauernverband, Deutscher Landkreistag, Deutscher Städtetag, DIHK, DVPT, GdW, HDE, VATM, VKU und ZDH.
Felix Mohring 04.11.2015

