
Seit dem 1. August 2021 ist Dr. Karsten Wildberger Vorstandsvorsitzender der Ceconomy AG sowie Geschäftsführer der Media-Saturn-Holding GmbH. Diese Posten wird er niederlegen, um am 6. Mai 2025 das Amt des Bundesministers für Digitalisierung und Staatsmodernisierung im Kabinett Merz zu übernehmen. (Foto: MediaMarkt-Saturn)
Bundesregierung
Neuer Digitalisierungsminister kommt aus der Wirtschaft
Die Union hat am 28. April ihre Ministerinnen und Minister für das Bundeskabinett vorgestellt. Als eine der größten Überraschungen wurde in Medienberichten die Berufung von Karsten Wildberger als Minister für Digitalisierung und Staatsmodernisierung gewertet.
Karsten Wildberger, geboren 1969, ist promovierter Physiker mit umfangreicher Erfahrung in der Telekommunikationsindustrie und der digitalen Transformation großer Unternehmen. Nach Stationen bei der Boston Consulting Group, T-Mobile und Vodafone leitete er als COO die digitale Transformation bei E.ON. Seit 2021 ist er Vorstandsvorsitzender der Ceconomy AG sowie Geschäftsführer der Media-Saturn-Holding GmbH, die zu dem börsennotierten Handeslkonzern gehört. Dort war er für u.a. für den Ausbau des Online-Geschäfts verantwortlich. In der Politik gilt er als Quereinsteiger, seit 2021 war er Vizepräsident des CDU-Wirtschaftsrats.
Sven Knapp, Hauptstadtbüro-Leiter des Bundesverbands Breitbandkommunikation (BREKO) sagt zur Nominierung: "Mit Karsten Wildberger gewinnt das Bundeskabinett einen Fachmann mit hoher Digitalaffinität und Expertise im Telekommunikationssektor. Dass ein Manager aus der Wirtschaft diese Schlüsselposition übernimmt, spricht für Mut und Veränderungswillen der künftigen Bundesregierung."
Philipp Müller, Geschäftsführer von ANGA Der Breitbandverband, kommentiert: "Mit der Benennung von Dr. Karsten Wildberger setzt Friedrich Merz ein Zeichen für Kompetenz, Erfahrung und Innovationsgeist. Dr. Wildberger bringt Know-how im Bereich Telekommunikation und Digitalisierung mit und kennt vor allem die Perspektiven eines vielfältigen und dynamischen Telekommunikationsmarktes. Das ist eine kluge Entscheidung für Deutschlands digitale Zukunft."
Auch der VATM begrüßt die Personalentscheidung. Geschäftsführer Dr. Frederik Ufer betont: "Eine der großen Aufgaben des künftigen Ministers in den kommenden Monaten ist das Vorantreiben eines Konzeptes zur Kupfernetz-Abschaltung. Ebenso wichtig ist es, den Glasfaserausbau weiter zu beschleunigen und Planungssicherheit für Investoren zu schaffen. Damit einher geht auch, dass sich das neue Ministerium künftig konsequent den drohenden wettbewerblichen Verwerfungen auf dem TK-Markt durch das marktmächtige Unternehmen stellen muss. Der Blick von außen bietet eine enorme Chance, die Herausforderungen bei der Digitalisierung meistern zu können."
Claudia Boss-Teichmann 29.04.2025

