Kupfer-Glasfaser-Migration
BNetzA stellt neues Impulspapier zur Diskussion

Am 28. April 2025 hat die Bundesnetzagentur ein Impulspapier zur regulierten Migration von Kupfer- auf Glasfasernetze veröffentlicht. Ziel ist es, eine öffentliche Diskussion über den anstehenden Technologiewechsel anzustoßen und Planungssicherheit für alle Marktteilnehmer zu schaffen.
Hintergrund
Ende 2024 waren etwa 47 Prozent der Haushalte und Unternehmensstandorte in Deutschland mit Glasfaseranschlüssen (FTTH/B) versorgt oder unmittelbar erreichbar. Allerdings ist die Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen noch verhalten, was zu einer Diskrepanz zwischen ausgebauter Infrastruktur und tatsächlicher Nutzung führt.
Die Bundesnetzagentur betont, dass das Impulspapier keine verbindlichen Festlegungen enthält, sondern als Grundlage für die öffentliche Diskussion dient. Alle Marktteilnehmer sind eingeladen, bis zum 23. Juni 2025 Stellungnahmen einzureichen.
Weitere Informationen und das vollständige Impulspapier finden Sie auf der Website der Bundesnetzagentur.
Kritik von Telekom-Wettbewerbern
Die Branchenverbände ANGA, BREKO und VATM haben das Impulspapier der Bundesnetzagentur zur Kupfer-Glasfaser-Migration begrüßt und fordern eine zügige, wettbewerbsneutrale Umsetzung. In einigen Punkten geht es den Telekom-Wettbewerbern aber nicht weit genug. So sagte Dr. Stephan Albers, Geschäftsführer des Bundesverbands Breitbandkommunikation e.V. (BREKO): "Gänzlich unerwähnt bleibt jedoch die zentrale Frage, wie der Wechsel von Kupfer auf Glasfaser in Gebieten geregelt werden soll, in denen ein Wettbewerber der Telekom das Glasfasernetz gebaut hat. Die Telekom selbst hat kein betriebswirtschaftliches Interesse, ihr Kupfernetz in diesen Gebieten zeitnah abzuschalten. Deshalb wird der Markt allein dieses wichtige Thema nicht regeln können."
Claudia Boss-Teichmann 02.05.2025

