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"Take-up-Raten lassen sich in der sozialen Marktwirtschaft nicht mit der Brechstange erzwingen und auch nicht mit Gutscheinen hoch-subventionieren", sagt Ralf Berger, Vorsitzender des FRK (Foto: Claudia Berger/FRK)

Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation

"Technologieoffener und verbrauchernaher Ausbau"

Der Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK) hat Bundesdigitalminister Karsten Wildberger aufgefordert, den Glasfaserausbau strikt markt- und verbraucherorientiert voranzutreiben. Der Verband spricht sich für technologie- und anbieterneutralen Ausbau und gegen den Überbau funktionierender HFC-Netze aus.
 
 "Take-up-Raten lassen sich in der sozialen Marktwirtschaft nicht mit der Brechstange erzwingen und auch nicht mit Gutscheinen hoch-subventionieren", sagt Ralf Berger, Vorsitzender des FRK. 
 
Ohne Zweifel müsse der Glasfaserausbau beschleunigt werden, so der Verband. Dafür jedoch zukunfts- und leistungsfähige hybride Glasfaser-Koax-Netze (Hybrid Fiber Coax, HFC) zu überbauen, sei nicht nur wirtschaftlicher Unsinn, sondern auch ein folgenschwerer Eingriff in einen funktionierenden Markt. "Seit den 1980er-Jahren rüsten unsere mittelständischen Mitglieder ihre Kabelnetze auf, um den Bürgerinnen und Bürgern Fernsehen, Radio und Internet zu bieten – damit sorgen wir für Informationsfreiheit und digitale Teilhabe", erklärt Berger. "In enger Abstimmung mit der Wohnungswirtschaft treiben wir den Glasfaserausbau voran."
 
Digitalminister Wildberger dürfe die Belange der Unternehmen und auch der Gebäudeeigentümer nicht durch die Bevorzugung einer Technologie oder eines Anbieters missachten.
 
"Der Glasfaserausbau läuft auf Hochtouren. Das Problem besteht im hohen bürokratischen Aufwand und dem Umstand, dass viele Glasfasernetze auf Strecke gebaut wurden, ohne daran zu denken, Haushalte anzuschließen", so der FRK-Vorsitzende Ralf Berger weiter.
 
Der FRK fordert schnellere Genehmigungsverfahren durch digitale Antragsstrecken und Fiktionsregelungen sowie eine gezielte Breitbandförderung statt pauschaler Subventionierung.
 
Themen wie Kupfer-Glas-Migration und Gebäudeverkabelung werden beim FRK-Breitbandkongress am 10./11. September 2025 in Leipzig diskutiert. Weitere Informationen: www.breitbandkongress-frk.de

 

 

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