HbbTV
Neue HbbTV-Spezifikation stärkt DRM-Integration

Die HbbTV Association hat eine neue Spezifikation zur Integration von Digital Rights Management (DRM) in HbbTV-Dienste veröffentlicht. Die Neuerung soll die geschützte Verbreitung von Premium-Content über hybride TV-Dienste erleichtern und erstmals eine einheitliche, standardisierte DRM-Integration im HbbTV-Kernstandard ermöglichen.
Die Spezifikation wurde im Juli 2025 durch die Lenkungsgruppe der HbbTV Association verabschiedet. Ziel ist es, die technische Integration gängiger DRM-Systeme – etwa Microsoft PlayReady und Google Widevine – zu vereinheitlichen und das Zusammenspiel mit HbbTV-Anwendungen zu optimieren. Dies sei laut HbbTV-Vorsitzendem Vincent Grivet angesichts wachsender Anforderungen an den Schutz von Inhalten "mehr denn je erforderlich".
HbbTV war zwar bereits in mehreren Ländern mit DRM im Einsatz, bislang jedoch ohne gemeinsamen Standard. Die neue Spezifikation basiert unter anderem auf der bestehenden DASH-DRM-Reference Application und adressiert die zunehmende Nachfrage nach interoperablen Lösungen für VoD-Plattformen und andere Dienste mit hohem Schutzbedarf.
Zur flächendeckenden Umsetzung arbeitet HbbTV mit großen Hybrid-TV-Plattformen wie tivù (Italien), Everyone TV (UK) und Google zusammen. DRM-Funktionstests sollen künftig Bestandteil der HbbTV Conformance Test Suite werden. Die Spezifikation ist auf der HbbTV-Website unter Resource Library | HbbTV abrufbar und kann ab sofort in kommende Gerätegenerationen und Anwendungen integriert werden.
Claudia Boss-Teichmann 19.07.2025

